Interne Modelle: EZB entfernt CCF-Schätzung aus Leitfaden
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Interne Modelle: EZB entfernt CCF-Schätzung aus Leitfaden

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Leitfaden für interne Modelle in Version 4.1 aktualisiert. Alle Inhalte zur Schätzung des Umrechnungsfaktors (CCF) wurden entfernt.

Transparenz in der Aufsichtspraxis

Der EZB-Leitfaden für interne Modelle (EGIM) bietet Transparenz darüber, wie die EZB die Anforderungen der Kapitaladäquanzverordnung (CRR), CRR2 und CRR3 versteht und anwendet.

Er dient als internes Dokument für Aufsichtsteams, um einen konsistenten Ansatz bei der Bewertung interner Modelle für Kredit-, Markt- und Gegenparteiausfallrisiken zu gewährleisten.

Die Genehmigung dieser Modelle ist für Banken zur Berechnung der Eigenmittelanforderungen entscheidend.

Der Leitfaden betont, dass er die geltenden EU- und nationalen Gesetze nicht ersetzt oder außer Kraft setzt, sondern deren Anwendung durch die EZB erläutert.

Die aktuelle Version 4.1 vom Juni 2026 spiegelt die jüngsten Änderungen wider, insbesondere die Entfernung des CCF-Inhalts.

Evolution und duale Marktmodell-Ansätze

Der Leitfaden hat seit seiner ersten Veröffentlichung als TRIM-Leitfaden im Jahr 2017 mehrere Überarbeitungen und öffentliche Konsultationen durchlaufen, um Feedback von Institutionen und Erfahrungen aus der Aufsichtspraxis zu integrieren.

Eine wesentliche Anpassung in der aktuellen Version betrifft die Marktmodelle: Aufgrund der Verschiebung der Anwendungsdaten für die Basel III Fundamental Review of the Trading Book (FRTB)-Standards in der EU bis zum 1. Januar 2026 enthält der Leitfaden zwei separate Kapitel.

Eines behandelt Marktmodelle unter CRR2, das andere die neuen CRR3-Bestimmungen für FRTB-Modelle.

Dies soll die aufsichtsrechtlichen Erwartungen für beide Arten von Marktmodellen klarstellen, bis die CRR2-Regelungen ihre Relevanz verlieren.

Regulatorische Dynamik als Dauerzustand

Die ständige Aktualisierung des Leitfadens unterstreicht die hohe Dynamik und Komplexität der Bankenregulierung.

Während die Transparenz der EZB-Aufsichtspraktiken zu begrüßen ist, signalisiert die wiederholte Entfernung von Inhalten – wie nun beim CCF – auch eine gewisse Fragmentierung der Zuständigkeiten und eine anhaltende Anpassungslast für die Institute.

Die duale Behandlung von Marktmodellen ist ein pragmatischer, aber temporärer Kompromiss, der die Herausforderungen bei der Implementierung internationaler Standards auf EU-Ebene verdeutlicht.

Quelle: ECB guide to internal models

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