Banken: Kapitalquote sinkt, Profitabilität steigt
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Banken: Kapitalquote sinkt, Profitabilität steigt

Die Kapitalquoten der von der EZB direkt beaufsichtigten Banken sind im ersten Quartal 2026 gesunken. Gleichzeitig stieg die Profitabilität, während die Quote notleidender Kredite stabil blieb.

Kapitalpuffer schrumpfen, NSFR auf Tiefststand

Die aggregierten Kapitalquoten der von der EZB direkt beaufsichtigten Banken (signifikante Institute) verzeichneten im ersten Quartal 2026 einen Rückgang gegenüber dem Vorquartal und dem Vorjahr.

Die aggregierte harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) lag bei 15,99 Prozent, verglichen mit 16,26 Prozent im Vorquartal und 16,02 Prozent vor einem Jahr.

Auch die aggregierte Tier-1-Quote sank auf 17,51 Prozent (Vorquartal: 17,76 Prozent) und die Gesamtkapitalquote auf 20,11 Prozent (Vorquartal: 20,40 Prozent).

Die CET1-Quote reichte länderübergreifend von 13,67 Prozent in Spanien bis 23,44 Prozent in Litauen.

Gleichzeitig erreichte die Net Stable Funding Ratio (NSFR) mit 125,63 Prozent den niedrigsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2021.

Dies entspricht einem Rückgang von 126,51 Prozent im Vorquartal, hauptsächlich bedingt durch einen Anstieg des erforderlichen stabilen Fundings um 185 Milliarden Euro (1,4 Prozent).

Profitabilität steigt, NPL-Quote stabil

Die Profitabilität der Banken zeigte sich im ersten Quartal 2026 robust: Die aggregierte annualisierte Eigenkapitalrendite (RoE) stieg auf 10,02 Prozent, verglichen mit 9,52 Prozent im Vorquartal.

Auch die Nettozinsmarge erhöhte sich leicht auf 1,54 Prozent.

Bei der Vermögensqualität blieb die Quote notleidender Kredite (NPL-Quote) ohne Barmittel mit 2,18 Prozent stabil gegenüber dem Vorquartal und sank von 2,24 Prozent vor einem Jahr.

Der Bestand an NPLs stieg zwar um 7,92 Milliarden Euro, wurde jedoch durch einen proportional höheren Anstieg des Gesamtvolumens der Kredite ausgeglichen.

Die NPL-Quote für Kredite an private Haushalte lag bei 2,14 Prozent, für nicht-finanzielle Unternehmen (NFCs) bei 3,44 Prozent.

Die Stage-2-Kredite als Anteil der Gesamtkredite sanken auf 9,29 Prozent.

Gemischtes Bild für Banken

Die aktuellen Statistiken zeigen ein ambivalentes Bild der Bankenstabilität im Euroraum.

Während die Profitabilität erfreulich zulegt, geben die sinkenden Kapital- und Liquiditätsquoten Anlass zur Vorsicht.

Insbesondere der Tiefststand der NSFR könnte auf strukturelle Herausforderungen bei der langfristigen Refinanzierung hindeuten.