Fünf Jahre EZB-Klimaaufsicht: Eine Zwischenbilanz
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Fünf Jahre EZB-Klimaaufsicht: Eine Zwischenbilanz

Die EZB-Bankenaufsicht (SSM) hat einen Bericht zu guten Praktiken im Klima- und Naturrisikomanagement veröffentlicht. Er zeigt, wie Banken ihre Ansätze seit 2020 verbessert haben und welche Herausforderungen bleiben.

Fünf Jahre Klima- und Na­tur­ri­si­ko­pro­gramm

Im November 2020 veröffentlichte die EZB ihren Leitfaden zu Klima- und Umweltrisiken, der einen strategischen und umfassenden Ansatz für Banken forderte.

Nach einer Selbstbewertung im Jahr 2021 und einer thematischen Überprüfung im Jahr 2022 setzte die EZB Fristen bis Ende 2024 für die vollständige Umsetzung ihrer Erwartungen.

Der nun vorliegende Bericht identifiziert bewährte Praktiken aus verschiedenen Instituten und zeigt, dass europäische Banken erhebliche Fortschritte bei der Identifizierung, Überwachung und Steuerung von Klima- und Naturrisiken gemacht haben.

Die EBA-Leitlinien zum Management von ESG-Risiken sind seit dem 11. Januar 2026 anwendbar und ergänzen die EZB-Erwartungen.

Einblicke für die Praxis

Dieser aktualisierte Bericht teilt bewährte Praktiken zur Stärkung des Klima- und Naturrisikomanagements, basierend auf Fortschritten seit 2022 und den anwendbaren EBA-Leitlinien.

Die EZB reagiert damit auf den Wunsch der Institute nach detaillierten Einblicken in Risikomanagementprozesse.

Neue Praktiken konzentrieren sich auf Naturrisiken, prudenzielle Übergangsplanung, physische Risiken sowie Reputations- und Rechtsrisiken.

Auch kleinere Institute erhalten konkrete Beispiele zur Verbesserung ihrer Risikomanagementfähigkeiten, was die Proportionalität der Ansätze unterstreicht.

Leitfaden, kein Gesetz

Der Bericht bietet wertvolle, praktische Beispiele für Banken zur Steuerung von Klima- und Naturrisiken.

Er stellt jedoch ausdrücklich klar, dass diese keine bindenden Standards setzen, was den Instituten Flexibilität gewährt, aber auch die Verantwortung für die Anpassung an ihre spezifischen Profile auferlegt.

Dieser Ansatz berücksichtigt die sich entwickelnde Natur dieser Risiken und die Notwendigkeit proportionaler, institutsspezifischer Lösungen.

Quelle: Good practices for climate and nature risk management

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