EZB veröffentlicht Liste von 112 direkt beaufsichtigten Banken
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die aktuelle Liste der direkt beaufsichtigten Banken veröffentlicht. Zum Stichtag 1. Januar 2026 umfasst diese 112 signifikante Institute.
Die Elite der europäischen Bankenaufsicht
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die aktualisierte Liste der direkt von ihr beaufsichtigten Banken veröffentlicht.
Zum Stichtag 1. Januar 2026 umfasst diese Liste 112 signifikante Kreditinstitute.
Diese Institute, ansässig in den teilnehmenden EU-Ländern, werden aufgrund ihrer Größe, ihrer Bedeutung für die Wirtschaft oder ihrer grenzüberschreitenden Aktivitäten als systemrelevant eingestuft.
Die Veröffentlichung dient der Transparenz und bietet einen Überblick über die europäische Bankenlandschaft unter direkter Aufsicht des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM).
Kriterien für die Signifikanz umfassen unter anderem die Bilanzsumme, die bei einigen Instituten über 1.000 Milliarden Euro liegt, oder die Rolle als eines der drei größten Kreditinstitute in einem Mitgliedstaat.
Die Liste enthält detaillierte Angaben zu den Gruppen, einschließlich Legal Entity Identifiers (LEIs) und der Begründung für ihre Signifikanz, wie 'Size (Total assets EUR 50-75 bn)' oder 'National economic importance'.
Diese Aktualisierung ist entscheidend, um die Dynamik im Bankensektor abzubilden und eine effektive Aufsicht zu gewährleisten.
Gründe für die direkte Aufsicht
Der Einheitliche Aufsichtsmechanismus (SSM), bestehend aus der EZB und den nationalen Aufsichtsbehörden, ist das Herzstück der europäischen Bankenunion.
Seine Aufgabe ist es, die Sicherheit und Solidität des europäischen Bankensystems zu gewährleisten und die Finanzintegration zu fördern.
Die direkte Aufsicht über signifikante Institute ermöglicht eine konsistente Anwendung der Aufsichtsstandards und eine frühzeitige Erkennung von Risiken.
Kleinere, weniger signifikante Banken werden weiterhin von den nationalen Behörden beaufsichtigt, wobei die EZB eine Überwachungsfunktion wahrnimmt.
Die regelmäßige Überprüfung der Signifikanz stellt sicher, dass die Aufsichtsintensität stets an die tatsächliche Risikolage und die Marktbedeutung der Institute angepasst wird.
Dies ist ein dynamischer Prozess, der auf einer Reihe quantitativer und qualitativer Kriterien basiert.
Transparenz als Stabilitätsanker
Die Veröffentlichung der Liste schafft Transparenz über die direkt von der EZB beaufsichtigten Banken.
Sie ermöglicht es Marktteilnehmern und der Öffentlichkeit, die Reichweite der europäischen Bankenaufsicht klar zu erfassen.
Damit trägt sie zur Vertrauensbildung und zur Stabilität im Finanzsektor bei.