Rodríguez Ceja hebt BIP-Prognose auf 1,5 Prozent
Die mexikanische Wirtschaft wächst 2026 voraussichtlich um 1,5 Prozent. Notenbankgouverneurin Victoria Rodríguez Ceja bekräftigte vor Bankenvertretern zudem den Leitzins von 6,50 Prozent nach dem Abschluss des Lockerungszyklus.
Wachstumssprung und Zinspause
Mexikos Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Die Banco de México hob daraufhin ihre BIP-Prognose für das Gesamtjahr 2026 von 1,1 auf 1,5 Prozent an.
Parallel dazu sank die Gesamteinflationsrate in der ersten Augusthälfte auf 3,26 Prozent, während die Kerninflation bei 3,93 Prozent lag.
Der Leitzins verharrte im Juni und August stabil bei 6,50 Prozent, nachdem der Zinssenkungszyklus im Mai mit einem Schritt um 25 Basispunkte beendet worden war.
„Wir gehen davon aus, dass die Inflation im Prognosehorizont zum Drei-Prozent-Ziel konvergiert“, betonte Gouverneurin Victoria Rodríguez Ceja.
Sie verwies auf nachlassende Schocks bei Agrar- und Warenpreisen.
Liquiditätshilfe ohne QE-Stempel
Zur Steuerung der Marktliquidität und Glättung der TIIE-Sätze kündigte Banxico mögliche Rückkäufe von Bondes F und Cetes im Umfang von bis zu 100 Milliarden Pesos an.
Rodríguez Ceja stellte klar, dass diese zwei Prozent des Umlaufvolumens kein Quantitative Easing darstellen, da ausschließlich variabel verzinsliche und kurzfristige Papiere erworben werden.
Zugleich drängt die Notenbank auf mehr Kredite für die Wirtschaft und setzt den Banken eine Umsetzungsfrist bis zum 14. Dezember für einheitliche QR- und Transferstandards.
Rückenwind mit US-Risiko
Die höhere Wachstumsprognose verschafft Banxico Luft, während der feste Zins von 6,50 Prozent den Peso stabilisiert.
Die Wertpapierrückkäufe sind reine Liquiditätspflege statt einer geldpolitischen Kehrtwende.
Gleichwohl bleibt das US-Handelsabkommen T-MEC das größte unberechenbare Risiko für Mexikos Exportwirtschaft.