Leitzins verharrt einstimmig bei 6,50 Prozent
BANXICO News

Leitzins verharrt einstimmig bei 6,50 Prozent

Mit fünf zu null Stimmen beließ die Banco de México ihren Leitzins am 24. September 2026 bei 6,50 Prozent. Gouverneurin Victoria Rodríguez Ceja und das Führungsgremium wiesen eine mechanische Koppelung an die Zinsschritte der US-Notenbank Federal Reserve zurück.

Fünf Stimmen gegen den Fed-Automatismus

Das Führungsgremium stimmte geschlossen für den Zinsentscheid: Gouverneurin Victoria Rodríguez Ceja sowie die Vize-Gouverneure Galia Borja Gómez, José Gabriel Cuadra García, Jonathan Ernest Heath Constable und Omar Mejía Castelazo beließen den Leitzins bei 6,50 Prozent.

Während die Federal Reserve ihren Zielkorridor um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent anhob, betonte die Junta de Gobierno ihre Unabhängigkeit.

„Da sich die makroökonomischen Bedingungen in Mexiko von jenen in den Vereinigten Staaten unterscheiden, muss die Geldpolitik nicht mechanisch reagieren“, stellte das Gremium klar.

Die Gesamtinflation stieg zwar von 3,10 auf 3,42 Prozent, die Kernrate sank jedoch weiter von 3,95 auf 3,79 Prozent.

Unterauslastung schafft Hand­lungs­spiel­raum

Die mexikanische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal um 1,42 Prozent, woraufhin die Jahresprognose für 2026 von 1,1 auf 1,5 Prozent angehoben wurde.

Dennoch verharrt die Produktionslücke im negativen Bereich auf dem zwölften Perzentil ihrer historischen Verteilung.

Während die Dienstleistungsinflation bei 4,33 Prozent verharrt, fiel die Teuerung von Waren auf 3,22 Prozent.

Einzelne Mitglieder stellten künftige Zinssenkungen in Aussicht, falls die Desinflation anhält und die Finanzmärkte geordnet bleiben.

Entkoppelung auf dünnem Eis

Die demonstrative Abkopplung von der Fed ist eine gewagte Wette auf die Stärke des Peso.

Bei einer Dienstleistungsinflation von über vier Prozent kommen Diskussionen über baldige Zinssenkungen zur Unzeit.

Verengt sich der Zinsabstand zu den USA weiter, verpufft Mexikos geldpolitischer Spielraum im Nu.

Fehler melden