Mejía sieht Mexikos Geldpolitik weiter restriktiv
Omar Mejía Castelazo, Vizegouverneur der mexikanischen Zentralbank (Banxico), bezeichnet die Geldpolitik am 19. Oktober 2026 als weiterhin restriktiv. Die Reaktion auf neue Schocks hänge von den tatsächlich eintretenden Inflationsrisiken ab.
Energieschock trifft auf schwache Nachfrage
Mejía sieht bislang eine begrenzte Übertragung des Energieschocks auf Mexiko.
Gegenüber 2022 trifft dieser auf schwächere Nachfrage: Die Ölpreisspitze beträgt 111,54 statt 123,7 Dollar je Barrel, der globale Lieferkettendruck rund eine statt drei Standardabweichungen über dem Mittel.
Die Beschäftigung wächst um 0 bis 1,4 statt 4,4 bis 5 Prozent.
Im September liegt die Gesamtinflation bei 3,45 Prozent, die Kerninflation bei 3,75 Prozent und die Nichtkerninflation bei 2,45 Prozent.
Preisschocks bei Obst und Gemüse klingen laut Mejía rasch ab; bei gastronomischen Dienstleistungen halten die Belastungen an.
Langfristige Inflationserwartungen bleiben verankert.
Die Aussagen geben seine persönliche, nicht zwingend die institutionelle Position wieder.
Exportstütze und steigende Langfristrenditen
Konsum und Exporte stützen die Wirtschaft, globale Unsicherheit belastet Investitionen.
Mejía rechnet mit moderater Erholung; Technologieexporte und Infrastrukturprojekte 2026–2030 bieten Unterstützung.
Seit Jahresbeginn steigen die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen um 70–80 Basispunkte, mexikanischer Mbonos um 25–60 Basispunkte.
Der Zinsabstand zu den USA sinkt, bleibt risikobereinigt aber hoch.
Die Dollaraufwertung beeinflusst den Peso; bei unterausgelasteter Wirtschaft ist die Preisübertragung laut Mejía begrenzt.
Keine automatische Zinsreaktion
Mejía knüpft die geldpolitische Reaktion an tatsächlich eintretende Inflationsrisiken.
Im Mittelpunkt stehen Wechselkursübertragung, globale Finanzbedingungen und die schwache Auslastung.
Einen festen Zinspfad oder einen neuen Zinsbeschluss nennt die Präsentation nicht.