Argentiniens monatliche Inflation sinkt auf 1,9 Prozent
BCRA Studie

Argentiniens monatliche Inflation sinkt auf 1,9 Prozent

Argentiniens Zentralbank (BCRA) meldet für das dritte Quartal eine durchschnittliche monatliche Inflation von 1,9 Prozent nach 2,2 Prozent im Vorquartal. Sie hält an der Geldmengensteuerung fest und will die Geldversorgung an die reale Geldnachfrage anpassen.

Weniger Preisdruck, mehr Geldnachfrage

Die Jahresinflation stieg durch einen Basiseffekt um 0,5 Prozentpunkte auf 33,6 Prozent.

Die unterliegende monatliche Inflation sank auf 2,0 Prozent, die Teuerung regulierter Preise auf 2,2 Prozent.

Die REM-Umfrage prognostiziert zum Jahresende 30,0 Prozent Inflation, für 2027 und 2028 jeweils 21,2 und 15,0 Prozent.

Die BCRA kaufte im dritten Quartal 3,4 Mrd. Dollar; seit Jahresbeginn summierten sich die Käufe auf mehr als 15,8 Mrd. Dollar.

Die Reserven stiegen im Quartal um 1,222 Mrd. Dollar und bis zum 26. Oktober seit Jahresbeginn um rund 9,4 Mrd. Dollar.

Die Geldbasis wuchs saisonbereinigt real monatlich um durchschnittlich 1,4 Prozent, das private Transaktionsgeld M2 um 0,7 Prozent.

Die BCRA will zusätzliche Geldnachfrage vorrangig durch Devisenkäufe bedienen.

Gesetzliche Schranken für die Staats­fi­nan­zie­rung

Die geplante Statutsreform soll den Werterhalt der Währung als einziges Mandat festlegen, Staatsfinanzierung verbieten und Gewinnausschüttungen auf realisierte, liquide Erträge begrenzen.

Die Abberufung der Führung soll eine bindende Beteiligung des Kongresses erfordern.

Neue Dollarkreditverwendungen sind je Bank auf 15 Prozent der Fremdwährungseinlagen begrenzt.

Private Bankkredite wuchsen real saisonbereinigt monatlich um 0,6 Prozent.

Die Problemkreditquote lag im September vorläufig bei 7,5 Prozent; bei Privatpersonen betrug sie 12,2 Prozent, bei Unternehmen 3,8 Prozent.

Geldwachstum bleibt an Nachfrage gebunden

Die BCRA knüpft die Verträglichkeit des Geldwachstums mit Preisstabilität ausdrücklich an eine echte zusätzliche Geldnachfrage.

Die Statutsreform soll bestehende Praxis rechtlich absichern, nicht ersetzen.

Als Risiken nennt der Bericht anhaltend hohe Energiepreise und härtere internationale Finanzierungsbedingungen.

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