Chinas Anteil an Frankreich-Importen klettert auf 10,7 Prozent
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Chinas Anteil an Frankreich-Importen klettert auf 10,7 Prozent

Chinas Anteil an französischen Industrieimporten ist bis Ende 2025 auf 10,7 Prozent gestiegen. Laut einer Analyse der Banque de France stehen fünf Schlüsselbranchen wie Automobil und Chemie unter direktem Preisdruck, während andere Sektoren von günstigen Vorleistungen profitieren.

Mengenwachstum übertrifft Wertentwicklung

Chinas Anteil an den französischen Importen von Industriegütern kletterte von 9,2 Prozent im Jahr 2017 auf 10,7 Prozent Ende 2025.

Bereinigt um Preisveränderungen fiel das Mengenwachstum noch deutlicher aus: Das Importvolumen legte im selben Zeitraum um rund fünf Prozentpunkte zu.

Chinesische Waren sind im Vergleich zu anderen Lieferländern merklich günstiger geworden.

Die Banque de France führt diese Entwicklung auf den sogenannten „China-Schock 2.0“ zurück.

Getrieben von schwacher Inlandsnachfrage und Handelskonflikten mit den USA leiten chinesische Exporteure ihre Überkapazitäten verstärkt nach Europa um.

Der Preisvorteil chinesischer Erzeugnisse verleitet Abnehmer dazu, heimische Industrieprodukte durch Importe zu ersetzen.

Druck auf fünf industrielle Kernsektoren

Fünf französische Industriezweige sind dem Wettbewerb direkt ausgesetzt: Automobilbau, Elektrogeräte, Metallerzeugnisse, Chemie und Pharmazie.

Besonders bei Elektrofahrzeugen und Lithium-Ionen-Batterien sowie chemischen Vorprodukten verschärft die chinesische Konkurrenz den Druck auf die Margen.

Die Luftfahrt bleibt kurzfristig robust, steht aber mittelbar vor Herausforderungen.

Zugleich profitieren Wirtschaftszweige wie das Baugewerbe und der Maschinenbau von billigen Vorleistungen.

So stammen rund 25 Prozent der importierten elektrischen Ausrüstungsteile aus China.

Zweischneidiges Schwert für Europas Industrie

Die Analyse verdeutlicht das wachsende Dilemma der europäischen Industriepolitik.

Während billige Importe den Kostendruck in einigen Anwenderbranchen dämpfen, droht Schlüsselindustrien eine dauerhafte Schwächung der Wertschöpfung.

Zölle allein werden diesen Strukturwandel kaum aufhalten können.

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