Versicherer lenken 50,4 Mrd. Euro in Schuldtitel
Frankreichs Versicherer und Pensionsfonds investierten 2025 netto 50,4 Mrd. Euro in Schuldtitel und 42 Mrd. Euro in Nichtgeldmarktfonds. Das berichtet die Banque de France am 24. September 2026; höhere Langfristzinsen begünstigten die Umschichtung.
Mehr Zuflüsse, höhere Kupons
Die Kapitalanlagen französischer Versicherer und Pensionsfonds stiegen 2025 um 5,4 Prozent auf 3.109 Mrd. Euro.
Nettokäufe trugen 91 Mrd. Euro bei, Bewertungsgewinne weitere 44 Mrd. Euro.
Staatsanleihen verzeichneten Zuflüsse von 23 Mrd. Euro, Finanzanleihen von 20 Mrd. Euro; Unternehmensanleihen außerhalb des Finanzsektors Abflüsse von 1,7 Mrd. Euro.
Aus Geldmarktfonds flossen 3 Mrd. Euro ab.
Direkte Aktienkäufe sanken von 14 auf 1,4 Mrd. Euro, während die Aktienanlage über Fonds zunahm.
Nach Durchschau der Fondsbestände sank der Anleiheanteil von 56,6 auf 55,7 Prozent.
Der durchschnittliche Kupon festverzinslicher Anleihen stieg von 2,30 auf 2,39 Prozent.
Die Lebensversicherung sammelte netto 44 Mrd. Euro ein, nach 22,8 Mrd. Euro 2024.
Steilere Zinskurve belastet bestehende Anleihen
Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte den Einlagenzins 2025 um 100 Basispunkte auf 2,0 Prozent.
Zugleich stiegen zehnjährige französische und deutsche Staatsanleiherenditen um 35 beziehungsweise 45 Basispunkte auf 3,56 und 2,81 Prozent.
Das begünstigte langfristige Neukäufe, verursachte aber Bewertungsverluste von 8,5 Mrd. Euro bei Schuldtiteln.
Die Untersuchung erfasst 445 Versicherer und 23 Pensionsfonds.
Eine geänderte Fondsdurchschau erlaubt Vergleiche zwischen 2024 und 2025, nicht jedoch uneingeschränkt mit der Vorjahrespublikation.
Höhere Erträge, bleibende Zinsrisiken
Der Portfolioumbau erhöht die laufenden Erträge, beseitigt aber die Bewertungsrisiken nicht.
Außerhalb fondsgebundener Verträge bestanden insgesamt weiterhin stille Reserven von 4,5 Prozent.
Die Liquiditätsquote von Lebensversicherern und Pensionsfonds blieb mit rund 50 Prozent nahezu unverändert.