Versicherer investieren 2025 netto 50,4 Mrd. Euro in Anleihen
BDF Studie

Versicherer investieren 2025 netto 50,4 Mrd. Euro in Anleihen

Frankreichs Versicherer und Pensionsfonds lenkten 2025 mehr Mittel in Anleihen und Fonds außerhalb des Geldmarkts. Die Banque de France beziffert ihre Anlagen im Bericht vom 23. Oktober 2026 auf 3.109 Mrd. Euro.

Anleihen und Fonds ziehen Mittel an

Der Marktwert der Anlagen französischer Versicherer und Pensionsfonds stieg 2025 um 5,4 Prozent auf 3.109 Mrd. Euro.

Nettokäufe erreichten 91 Mrd. Euro nach 55 Mrd. Euro; Bewertungseffekte steuerten 44 Mrd. Euro bei.

In Schuldverschreibungen flossen netto 50,4 Mrd. Euro, darunter 23 Mrd. Euro in Staatsanleihen und 20 Mrd. Euro in Finanzsektoranleihen.

Nichtfinanzielle Unternehmensanleihen verzeichneten Abflüsse von 1,7 Mrd. Euro.

Fonds außerhalb des Geldmarkts gewannen 42 Mrd. Euro, Geldmarktfonds verloren 3 Mrd. Euro.

Direkte Aktien- und Beteiligungskäufe sanken von 14 auf 1,4 Mrd. Euro.

Lebensversicherungen erhielten netto 44 Mrd. Euro; davon entfielen 37,6 Mrd. Euro auf fondsgebundene Verträge und 6,4 Mrd. Euro auf Euro-Verträge.

Höhere Kupons, niedrigere An­lei­he­be­wer­tun­gen

Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte den Einlagenzins 2025 um 100 Basispunkte auf 2,0 Prozent.

Zugleich stiegen zehnjährige französische und deutsche Staatsanleiherenditen um 35 beziehungsweise 45 Basispunkte auf 3,56 und 2,81 Prozent.

Der Durchschnittsertrag festverzinslicher Anleihen im Portfolio erhöhte sich von 2,30 auf 2,39 Prozent.

Anleihen erlitten Bewertungseinbußen von 8,5 Mrd. Euro.

Nach Durchschau der Fonds sank ihr Portfolioanteil von 56,6 auf 55,7 Prozent.

Die Untersuchung erfasst 445 Versicherer und 23 Pensionsfonds; eine Methodenänderung begrenzt Vergleiche mit früheren Veröffentlichungen.

Mehr Ertrag bei fortbestehenden Zinsrisiken

Höhere laufende Anleiheerträge gehen mit Bewertungsverlusten im Bestand einher.

Ohne fondsgebundene Produkte verbleiben insgesamt stille Gewinne von 4,5 Prozent, während Staatsanleihen einen negativen Beitrag von 3,6 Prozent leisten.

Die Liquiditätsquote liegt weiterhin bei rund 50 Prozent.

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