Französisches BIP-Wachstum verharrt bei 0,2 Prozent
BDF Data

Französisches BIP-Wachstum verharrt bei 0,2 Prozent

Die Banque de France erwartet für das dritte Quartal 2026 ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent. Laut der monatlichen Unternehmensbefragung unter 8.500 Betrieben schwächte sich das Wachstum in Industrie und Dienstleistungen im Juli ab, während der Bausektor stabil blieb.

Technologie treibt, Konsum bremst

Im Juli verlangsamte sich die Produktion in der Industrie und im Dienstleistungssektor.

Nach einer Erholung im Juni stieg die Industrieproduktion nur noch leicht an.

Während der Automobilsektor und die Textilbranche nachgaben, blieben Technologie, Energie und Rüstung stark.

Die Kapazitätsauslastung verharrte stabil bei 76,7 Prozent.

Bei den Marktdienstleistungen setzten Fahrzeugreparaturen und Hotellerie positive Akzente, wohingegen die Gastronomie unter Hitzewellen litt.

Der Anstieg der Verkaufspreise schwächte sich weiter ab: Lediglich 13 Prozent der Industrieunternehmen hoben im Juli ihre Preise an, für August merkten nur 6 Prozent Erhöhungen vor.

Gedämpfte Zuversicht trotz Störfeuern

Für August rechnen die Befragten mit einer Erholung der Industrieproduktion und des Baugewerbes, getrieben von volleren Auftragsbüchern im Luftfahrt- und Elektroniksektor.

Die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten im Nahen Osten Anfang Juli führte bislang nicht zu erneut flächendeckenden Kostensprüngen, schürt jedoch Unsicherheiten bei Energie- und Transportkosten.

Unter Berücksichtigung aller Indikatoren prognostiziert die Notenbank für das dritte Quartal ein BIP-Wachstum von 0,2 Prozent.

Erholung auf wackligen Beinen

Die prognostizierten 0,2 Prozent Wachstum kaschieren die Anfälligkeit der französischen Wirtschaft.

Dass der Sommer-Rebound vor allem auf Nachholeffekten fußt, offenbart den Mangel an echter Binnendynamik.

Solange geopolitische Risiken und Sommerhitze die Margen belasten, steht dieser Minimalschritt auf wackligen Beinen.

Quelle: Monthly Business Survey – Start of August 2026

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