Frankreichs BIP wächst laut Schätzung um 0,1 Prozent
Frankreichs Wirtschaft wuchs im dritten Quartal 2026 laut einer Schätzung der Banque de France um 0,1 Prozent. Die am 16. Oktober veröffentlichte Unternehmensbefragung zeigt steigende Kosten und schwache Nachfrage in Teilen der Industrie.
Dienstleistungen tragen das schwache Wachstum
Rund 8.500 Unternehmen und Betriebsstätten nahmen vom 27. September bis 5. Oktober an der Befragung teil.
Im September expandierte die Industrie schwächer als von den Befragten erwartet; marktbestimmte Dienstleistungen beschleunigten sich, der Bau stagnierte nahezu.
Luftfahrt und Elektroausrüstung meldeten starke Auftragsbestände, Chemie, Holz, Papier sowie Gummi, Kunststoff und Glas schwache.
Die Kapazitätsauslastung stieg von 76,4 auf 76,8 Prozent.
Der Industriesaldo lag bei 3 Punkten; für Oktober erwarten die Befragten 4 Punkte, langsameres Dienstleistungswachstum und einen nahezu stabilen Bau.
Die BIP-Schätzung folgt auf Stagnation im zweiten Quartal.
Liquiditätspositionen verschlechterten sich leicht in der Industrie und deutlicher bei Dienstleistungen.
Kosten steigen bei begrenzter Preisweitergabe
Höhere Energie-, Kraftstoff- und Materialkosten belasteten die Margen.
Im September erhöhten 13 Prozent der Industriefirmen ihre Preise, gegenüber saisonüblichen 10 Prozent; für Oktober planen dies 12 Prozent.
Bei Dienstleistungen waren es 11 statt saisonüblich 8 Prozent.
Im Bau erhöhten 11 Prozent ihre Angebotspreise, 12 Prozent planen dies im Oktober.
Lieferprobleme meldeten 11 Prozent der Industrie, rund 20 Prozent der Luftfahrt und 5 Prozent des Baus.
Personalengpässe betrafen insgesamt 18 Prozent: Industrie 16, Dienstleistungen 18 und Bau 22 Prozent.
Mehr Aktivität, weniger Liquidität
Das Wachstum geht laut Befragung nicht mit einer Entspannung der Finanzlage einher.
Schwache Nachfrage begrenzt die Weitergabe höherer Kosten, während lange Zahlungsfristen Dienstleister belasten.
Die Unsicherheit stieg im September wieder; Unternehmen berichteten von verschobenen Projekten und verzögerten Bestellungen.
Quelle: Monthly Business Survey – Start of October 2026
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