CO2-Ausstoß verteuert Firmenkredite um bis zu 0,5 Prozent
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CO2-Ausstoß verteuert Firmenkredite um bis zu 0,5 Prozent

Eine Analyse der Banque de France zeigt: Unternehmen mit hohem Treibhausgasausstoß zahlen höhere Finanzierungskosten. Wer jedoch ehrgeizige Reduktionsziele veröffentlicht, mildert diesen Effekt spürbar ab.

Der grüne Zinsaufschlag in Zahlen

Die Banque de France verknüpft in einer Untersuchung Treibhausgasbilanzen französischer Unternehmen von ADEME mit Finanzdaten aus der FIBEN-Datenbank.

Unternehmen, die hohe Emissionen ausweisen, tragen im Folgejahr spürbar höhere Kredtkosten.

Im Vergleich zu Firmen ohne Offenlegung steigen die Finanzierungskosten bei hohem Ausstoß um rund 0,5 Prozentpunkte, während Firmen mit niedrigen Emissionen von einem Prämien-Effekt profitieren.

Dieser grüne Zinsaufschlag manifestiert sich allmählich, da Kredite jährlich nur teilweise erneuert werden.

Die Analyse umfasst 1.777 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen und reicht über Großkonzerne hinaus bis zu KMU.

Reduktionsziele als wirksamer Puffer

Doch der Emissionsnachteil ist nicht in Stein gemeißelt.

Die Forscher zeigen, dass offengelegte Reduktionsziele den Zinsaufschlag signifikant abfedern.

Für Unternehmen ohne Klimaziele führt ein Anstieg der Emissionen um ein Prozent zu spürbaren Mehrkosten bei der Fremdfinanzierung.

Bei Firmen mit dem ambitionierten Ziel einer Halbierung der Treibhausgase geht dieser Effekt dagegen gegen Null.

Gläubiger honorieren verbindliche Klimapläne dauerhaft als Risikominderung.

Klimatransparenz zahlt sich aus

Die Untersuchung belegt erstmals für den breiten Mittelstand, dass sich ökologische Transparenz unmittelbar im Bankkredit niederschlägt.

Wer seine Emissionen offenlegt und glaubwürdig reduziert, senkt aktiv die eigenen Kapitalkosten.

Damit wird Klimapolitik für Unternehmen zu einem harten Finanzierungsfaktor.