9,96 Millionen Menschen stimmen über neues Euro-Design ab
Rund 9,96 Millionen Menschen haben an der öffentlichen Umfrage zur Gestaltung der künftigen Euro-Banknoten teilgenommen. Nach Angaben der Banca d'Italia beteiligten sich zwischen dem 23. Juli und 21. September 2026 rund 2,6 Prozent der Bevölkerung des Euroraums.
Junge Generation prägt die Motivauswahl
Die Europäische Zentralbank (EZB) und die nationalen Zentralbanken verzeichneten eine rege Beteiligung an der Konsultation: 2,6 Prozent der gesamten Bevölkerung des Euroraums nahmen an der Online-Befragung teil.
Bemerkenswert ist dabei die Demografie der Teilnehmenden, denn zwei Drittel der Rückmeldungen stammten von Personen unter 35 Jahren.
Allein in Italien gaben über 1,1 Millionen Bürger ihre Stimme ab.
Zur Auswahl standen zehn Entwurfsvorschläge, die sich auf die beiden Leitthemen „Europäische Kultur“ sowie „Flüsse und Vögel“ konzentrieren.
Parallel dazu befragte ein unabhängiges Forschungsinstitut eine repräsentative Stichprobe im Euroraum mit denselben Fragen; diese Ergebnisse werden derzeit ausgewertet.
Einführung ab Anfang der 2030er Jahre
Der EZB-Rat will auf Basis beider Erhebungen bis Ende 2026 über das finale Designkonzept entscheiden.
Die ausgewählten Motive werden anschließend weiterentwickelt, um moderne Sicherheitsmerkmale, verbesserte Barrierefreiheit sowie höhere Nachhaltigkeitsstandards in die Scheine zu integrieren.
Die neue Banknotenserie soll ab Anfang der 2030er Jahre schrittweise in Umlauf gebracht werden.
Die bestehenden Euro-Banknoten behalten weiterhin ihre Gültigkeit und zirkulieren parallel zu den neuen Scheinen.
Bürgernähe auf dem Prüfstand
Die hohe Beteiligung junger Menschen verschafft der Notenbank die erhoffte Legitimität beim sensiblen Bargeld-Thema.
Dennoch ändert die optische Neugestaltung nichts an der zunehmenden Verdrängung des physischen Geldes durch digitale Zahlungsmittel.
Die Neugestaltung ist vor allem eine imagepolitische Pflichtübung.