Firmenkredite in Italien lockern sich, Nachfrage sinkt leicht
Italiens Banken lockerten im dritten Quartal 2026 die Kreditstandards für Firmen leicht. Die Banca d’Italia veröffentlichte am 27. Oktober die Ergebnisse für elf große Bankengruppen; die Befragung endete am 6. Oktober.
Wettbewerb lockert Standards für Firmen
Mehr Wettbewerb unter Banken erleichterte Firmen den Kreditzugang.
Bei Wohnungsbaukrediten blieben die Standards unverändert; bei Konsumentenkrediten verschärften sie sich wegen geringerer Risikotoleranz weiter.
Für das vierte Quartal 2026 erwarten die Banken leicht strengere Standards für Firmen und Immobilien sowie weitere Verschärfungen bei Konsumentenkrediten.
Die Firmennachfrage sank leicht: Weniger Finanzierungsbedarf für Anlageinvestitionen und mehr Eigenfinanzierung belasteten sie.
Lagerhaltung, Betriebskapital, Refinanzierungen und Umschuldungen stützten sie begrenzt.
Die Nachfrage nach Wohnungsbau- und Konsumentenkrediten blieb stabil.
Für das vierte Quartal rechnen Banken bei Firmen und Haushalten mit weitgehend unveränderter Nachfrage.
Höhere Zinsen erschweren die Refinanzierung
Höhere Zinsen erschwerten den Zugang zu Einlagen und Schuldverschreibungen.
Für das vierte Quartal erwarten Banken eine leichte Besserung bei Einlagen, eine weitere Verschlechterung bei mittel- bis langfristigen Schuldpapieren.
Änderungen am geldpolitischen Wertpapierbestand der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflussten Finanzlage und Kreditpolitik im letzten Jahr nicht; im nächsten Jahr bleibt der Effekt laut Banken marginal.
Notleidende Kredite und andere Kreditqualitätsindikatoren wirkten nicht auf die Kreditpolitik; für das vierte Quartal erwarten Banken keine weitere Verschärfung.
Digitalwerte verändern keine Kreditstandards
Die meisten Banken meldeten keine Engagements in ungedeckten Kryptowerten, tokenisierten Vermögenswerten oder Stablecoins.
Die übrigen sahen positive Effekte auf Umfang und Tempo der Digitalisierung ihrer Geschäftsstrategien.
Keine Bank meldete Auswirkungen auf Kreditstandards.