Methodik für Banken- und Kreditstatistiken aktualisiert
BDI Daten

Methodik für Banken- und Kreditstatistiken aktualisiert

Die Banca d'Italia hat ihre methodischen Hinweise zur vierteljährlichen Statistik über Finanzierung und Mittelbeschaffung aktualisiert. Das Dokument regelt die Meldepflichten der Banken, Schwellenwerte für die Kreditevidenzzentrale sowie die Umstellung auf die Klassifikation ATECO 2025.

Meldewege zwischen Aufsicht und Kreditregister

Die statistische Erfassung stützt sich auf drei zentrale Säulen: aufsichtliche Meldungen, die Kreditevidenzzentrale sowie die Stichprobenerhebung zu Kreditzinsen und Einlagen.

An der Kreditevidenzzentrale müssen neben italienischen Banken und inländischen Zweigstellen ausländischer Institute auch Finanzintermediäre nach Artikel 106 des Bankengesetzes, Verbriefungsgesellschaften nach Gesetz 130/1999 sowie die Cassa Depositi e Prestiti SpA teilnehmen.

Meldungen sind monatlich fällig, sobald die Gesamtkredite oder Sicherheiten eines Kunden mindestens 30.000 Euro erreichen.

Für notleidende Kredite gilt ein Schwellenwert von 250 Euro Nettonennwert.

Die Daten dienen der Aufsicht, der geldpolitischen Besicherung sowie makroökonomischen Analysen.

Rechtlicher Inhaber versus Risikoträger

Zwischen Aufsichtsdaten und Kreditevidenzzentrale bestehen methodische Unterschiede: Während das Kreditregister den rechtlichen Inhaber einer Forderung und den juristischen Wohnsitz erfasst, bilanzieren Aufsichtsmeldungen den tatsächlichen Risikoträger und den operativen Standort.

Zudem dokumentiert der Leitfaden historische Zeitreihenbrüche von der IFRS-9-Einführung bis zur jüngsten Umstellung auf die Wirtschaftszweig-Klassifikation ATECO 2025 sowie regionale Gebietsreformen in Sardinien.

Transparenz mit methodischer Sollbruchstelle

Die Leitlinien schaffen die nötige Transparenz über Zeitreihenbrüche durch ATECO 2025 und IFRS 9. Die tiefen methodischen Gräben zwischen Aufsichtsdaten und Kreditregister erschweren jedoch die tägliche Analyse.

Ohne akribische Berücksichtigung dieser Fußnoten bleiben vergleichende Modellierungen fehleranfällig.

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