Zweiter China-Schock im Fokus internationaler Notenbanken
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Zweiter China-Schock im Fokus internationaler Notenbanken

Ökonomen führender Zentralbanken und Institutionen haben am 28. September 2026 in Rom über Ursachen und Folgen des zweiten China-Schocks debattiert. Im Mittelpunkt standen neue Handelsmuster, Zölle und die globale Wettbewerbsfähigkeit.

Industriepolitik und globale Handelskonflikte

Banca d'Italia veranstaltete die Konferenz „China shock 2.0: Causes, Consequences, and Policy Responses“ im Konferenzzentrum Carlo Azeglio Ciampi in Rom.

Giovanni Furio Veronese eröffnete den Workshop.

Forscher des IWF, der Federal Reserve, der EZB, der Deutschen Bundesbank und der Banque de France präsentierten Analysen zu strategischer Industriepolitik, Zöllen und Exportumleitungen.

Eine Keynote hielt Professor Huang Yiping von der Universität Peking zum Thema wirtschaftlicher Ungleichgewichte in China.

Modellrechnungen zeigten konkrete Spillover-Effekte auf europäische Volkswirtschaften, insbesondere auf deutsche Exporteure im globalen Wettbewerb mit chinesischen Anbietern.

Neuordnung der internationalen Lieferketten

Die vorgestellten Arbeiten untersuchen die Umlenkung von Handelsströmen infolge geoökonomischer Fragmentierung.

Während US-Zölle direkte Importverschiebungen auslösen, reagieren chinesische Exporteure mit der Erschließung von Drittmärkten auf Mikro- und Makroebene.

Zudem analysierten Wissenschaftler der Boston Fed und der EZB die Weitergabe von Zöllen über oligopolistische Netzwerke.

Diskutiert wurde auch die Frage, inwieweit protektionistische Zölle technologische Innovationen in heimischen Industrien tatsächlich anreizen können.

Gefährliche Illusionen der Industriepolitik

Die Konferenz verdeutlicht das wachsende Unbehagen der Zentralbanken vor chinesischer Exportüberflutung.

Zölle bieten darauf jedoch keine nachhaltige Antwort, sondern treiben Reibungsverluste und Inflationsrisiken.

Europas Geldpolitik muss sich auf dauerhafte Strukturbrüche im Welthandel einstellen.

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