Banken müssen bis Ende 2026 Pläne gegen KI-Risiken vorlegen
BDI Rede

Banken müssen bis Ende 2026 Pläne gegen KI-Risiken vorlegen

Giuseppe Siani, Leiter der Banken- und Finanzaufsicht der italienischen Zentralbank, fordert bis Ende 2026 Maßnahmenpläne zu Risiken fortgeschrittener KI-Modelle. Dies erklärte er am 14. Oktober 2026 beim CETIF in Mailand.

Mehr Vorfälle, verflochtene Lieferketten

Die Banca d’Italia verlangt von direkt beaufsichtigten Instituten Prüfungen ihrer Steuerung, IT-Sicherheit und Widerstandsfähigkeit gegenüber fortgeschrittenen KI-Modellen.

Maßnahmenpläne sind bis Ende 2026 einzureichen.

IT-Vorfälle stiegen 2023–2025 gegenüber dem vorherigen Dreijahreszeitraum um 80 Prozent.

2025 waren rund ein Viertel Cybervorfälle.

Über zwei Drittel verursachten Dienstausfälle, vereinzelt über 24 Stunden; die Hälfte betraf Dienstleister.

2025 erfasste die Aufsicht über 3.700 IT-Anbieter und Unterauftragnehmer sowie rund 10.000 Verträge mit jährlich 2,4 Milliarden Euro Ausgaben.

Lieferketten reichen bis zu fünf Ebenen; etwa die Hälfte der Anbieter für kritische Funktionen gilt als nicht oder schwer ersetzbar.

Kredit wächst, Altlasten bleiben

Kredite an den nichtfinanziellen Privatsektor wuchsen im Juli um 3,3 Prozent zum Vorjahr.

Große Unternehmen trieben das Wachstum; Kredite an finanzschwächere Kleinunternehmen schrumpften weiter.

Die Kreditqualität blieb hoch.

Für vor 2019 vergebene Kredite erweitert die Aufsicht die kalenderbasierte Risikovorsorge schrittweise auf kleinere Banken.

Bis Ende 2025 erreichten Verbriefungen notleidender Kredite rund 80 Milliarden Euro: 22 Milliarden entfielen auf staatlich garantierte GACS-Seniortranchen.

Tilgungen senkten das Staatsrisiko auf 6,3 Milliarden Euro.

Verantwortung bleibt beim Institut

Siani verlangt auch bei autonomen KI-Agenten klare Verantwortlichkeiten und nachvollziehbare Entscheidungen.

Menschliche Kontrolle braucht Informationen, Fachwissen und Zeit statt bloßer formaler Beteiligung.

DORA und die KI-Verordnung bilden dafür den Rahmen, beseitigen aber nicht alle Risiken autonomer Systeme.

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