Italiens Wachstum sinkt 2027 auf 0,7 Prozent
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Italiens Wachstum sinkt 2027 auf 0,7 Prozent

Für Italien prognostiziert die Banca d’Italia am 16. Oktober 2026 ein BIP-Wachstum von 0,9 Prozent 2026, 0,7 Prozent 2027 und 0,8 Prozent 2028. Die Inflation soll in diesen Jahren 3,2, 2,4 und 1,7 Prozent betragen.

Energiekosten belasten Italiens Erholung

Italiens BIP stieg im zweiten Quartal um 0,2 Prozent, getragen von Konsum und Investitionen; im Sommer verlangsamte sich das Wachstum laut Schätzung.

Der Leistungsbilanzüberschuss sank wegen der Energierechnung nahezu auf null.

Beschäftigung und Erwerbsbeteiligung stiegen, die Arbeitslosenquote ebenfalls; das Lohnwachstum ließ nach.

Die Kerninflation soll im Prognosezeitraum rund 2 Prozent betragen.

Kredite an Haushalte sowie mittlere und große Firmen nahmen zu.

Der Finanzplan der Regierung vom 2. Oktober sieht Defizite von 2,9 Prozent 2026 und 3,4 Prozent 2027 vor.

Die Schuldenquote soll bis 2027 auf 138,5 Prozent steigen.

Für Energie- und Verteidigungsausgaben 2027–28 plant die Regierung die nationale Ausweichklausel des europäischen Regelwerks zu aktivieren.

Höhere Zinsen bei anhaltendem Wachstum

Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöhte im September die Leitzinsen um 25 Basispunkte; der Einlagenzins beträgt 2,5 Prozent.

Firmenkredite verteuerten sich seit Kriegsbeginn um rund 25 Basispunkte.

Auch die US-Notenbank und die Bank von Japan erhöhten um 25 Basispunkte; die Bank von England hielt still, Chinas Zentralbank blieb expansiv.

Das Euro-BIP ohne Irland stieg im Frühjahr um 0,3 Prozent.

Die EZB-Projektion setzt das Wachstum 2026 auf 0,9 Prozent und die Inflation auf 3,0 Prozent.

Der EZB-Rat sieht die Inflation länger deutlich über dem Ziel von 2 Prozent.

Energie und Bewertungen bleiben Risiken

Öl kostete Anfang Oktober über 100 Dollar je Barrel; Gas erreichte Höchststände seit Kriegsbeginn.

KI-Investitionen stützen die Weltwirtschaft, während Nahostkrieg, US-Handelspolitik und engere Finanzierungsbedingungen den Ausblick belasten.

Hohe Aktienbewertungen und steigende Zinsen erhöhen laut Bericht die Korrekturrisiken.

Quelle: Economic Bulletin No. 4 - 2026

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