Kampagne wappnet Bankkunden gegen KI-gestützten Betrug
Am 9. Oktober 2026 starteten CERTFin, die Banca d'Italia und der Bankenverband ABI die Neuauflage der Kampagne „I Navigati“. Das Programm soll Verbraucher und Firmen gezielt vor Cyberbedrohungen und neuartigen KI-Betrugsmaschen im digitalen Zahlungsverkehr schützen.
Vom Bildschirm in die Bankfiliale
Die Neuauflage der Initiative „I Navigati“ reagiert auf die wachsende Verbreitung von Betrugsmethoden, die auf künstlicher Intelligenz basieren.
Getragen wird das Projekt vom Notfallteam CERTFin gemeinsam mit der Banca d'Italia, der Versicherungsaufsicht IVASS, dem Bankenverband ABI und der Polizia di Stato.
Zudem beteiligen sich 14 italienische Bankengruppen, darunter Intesa Sanpaolo, UniCredit und Banco BPM.
Über die zentrale Plattform inavigati.it sowie die digitalen Kanäle der beteiligten Institute werden praktische Leitfäden zur Betrugsprävention bereitgestellt.
Erstmals gehen die Banken mit den „Cybersecurity Open Days“ unter dem Motto „ConsapevolMente insieme“ auch direkt in die Filialen vor Ort.
Schulterschluss von Aufsicht und Instituten
Hinter der Kampagne steht ein breites Bündnis aus öffentlichem und privatem Sektor.
CERTFin wird von der Banca d'Italia und dem Bankenverband ABI geleitet und operativ von ABI Lab betreut.
Flankiert wird die Aktion von nationalen Aufsichtsbehörden wie der Cybersicherheitsagentur ACN, der Datenschutzbehörde und der AgCom sowie Technologiekonzernen.
Das Format knüpft an Branchendialoge wie den Sicherheitsgipfel „Salone della Sicurezza-WeSec“ an, der die Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsbehörden und Kreditinstituten koordiniert.
Wachsamkeit allein reicht nicht
Filialbesuche schließen zwar Lücken bei weniger digitalaffinen Kunden.
Reine Aufklärung stößt jedoch an Grenzen, wenn generative KI täuschend echte Phishing-Angriffe automatisiert.
Ohne härtere technische Schutzschranken der Institute verpufft der Lerneffekt schnell.