Italiens Wohnungsmarkt: Preisanstiege intensivieren sich
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Italiens Wohnungsmarkt: Preisanstiege intensivieren sich

Im ersten Quartal 2026 haben sich die Anzeichen für steigende Verkaufspreise am italienischen Wohnungsmarkt verstärkt. Gleichzeitig sanken die Verkaufszeiten und Preisnachlässe, während die Transaktionen rückläufig waren.

Preise steigen, Rabatte schrumpfen

Im ersten Quartal 2026 intensivierten sich die Anzeichen für steigende Verkaufspreise am italienischen Wohnungsmarkt.

Der Saldo zwischen positiven und negativen Preisurteilen erreichte 12 Prozentpunkte, nach 9 im Vorquartal.

Regional zeigten sich die höchsten Werte im Nordosten (17 Punkte) und im Zentrum (13 Punkte), während das Angebot landesweit begrenzt blieb.

Besonders im Süden und auf den Inseln gab es einen deutlichen Anstieg des Saldos, obwohl hier weiterhin starke Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Gebieten bestehen.

Gleichzeitig verringerte sich der durchschnittliche Preisnachlass gegenüber dem ursprünglich geforderten Preis und erreichte wieder das Niveau des Vorjahresquartals.

Im Nordosten war der Rabatt mit 5 Punkten besonders gering.

Auch die durchschnittlichen Verkaufszeiten reduzierten sich und kehrten auf das Niveau des ersten Quartals 2025 zurück.

Nachfrage und Transaktionen rückläufig

Die Quote der Immobilienagenturen mit mindestens einer Transaktion sank leicht auf 87 Prozent.

Der Saldo der Verkaufsurteile verschlechterte sich auf -19 Prozentpunkte, was einen stärkeren Rückgang der Transaktionen im Vergleich zum Vorjahr signalisiert, besonders in größeren Städten.

Die Nachfrage nach Wohnungen schwächte sich ebenfalls ab, mit einem Saldo von -15 Prozentpunkten.

Das Angebot blieb begrenzt, da neue Verkaufsaufträge weiterhin rückläufig waren (-28 Punkte).

Die Finanzierung von Käufen mit Hypothekendarlehen blieb mit 65 Prozent stabil.

Die Zugangsbedingungen zum Kreditmarkt wurden als entspannt wahrgenommen, da nur 17 Prozent der Agenturen Schwierigkeiten beim Kreditzugang als Hauptgrund für das Scheitern von Aufträgen nannten.

Mietwachstum verlangsamt sich, Erwartungen trüben

Das Mietpreiswachstum verlangsamt sich spürbar, besonders in urbanen Zentren, was auf eine nachlassende Dynamik hindeutet.

Kurzzeitvermietungen beeinflussen weiterhin die langfristigen Mieten positiv, ein Effekt, der sich laut Agenturen sogar verstärkt.

Die Markterwartungen trüben sich jedoch deutlich ein, insbesondere für die nächsten zwei Jahre, was auf eine wachsende Skepsis der Akteure gegenüber der zukünftigen Entwicklung des italienischen Wohnungsmarktes schließen lässt.