Basilikata wächst um 1,4 Prozent, Autoindustrie trägt Erholung
Basilikatas Wirtschaftsleistung stieg laut Banca d’Italia im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent, stärker als Italiens Wirtschaft mit 0,9 Prozent. Für die zweite Jahreshälfte rechnet die Zentralbank mit einer Verschlechterung.
Melfi treibt die Erholung
Im ersten Halbjahr 2026 stieg die Autoproduktion im Stellantis-Werk Melfi gegenüber dem Vorjahr um 88,4 Prozent.
Die regionalen Exporte wuchsen um 29,5 Prozent; ohne Transportmittel sanken sie um 12,1 Prozent.
Die Öl- und Gasförderung fiel um 8,3 beziehungsweise 2,3 Prozent.
Der Bau profitierte vom nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR): Bis Juni waren 1,3 Mrd. Euro ausgezahlt, 53 Prozent der vorgesehenen Mittel.
Die Beschäftigung wuchs im ersten Halbjahr um 2,5 Prozent.
Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote wegen des größeren Arbeitsangebots auf 7,9 Prozent.
Das verfügbare Haushaltseinkommen nahm nominal um 3,0 Prozent, real um 0,7 Prozent zu.
Im September erreichte die Inflation 3,9 Prozent, nach 0,5 Prozent im Dezember 2025.
Mehr Kredit, höhere Investitionszinsen
Im Juni 2026 wuchsen Bankkredite an den privaten Nichtfinanzsektor um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach 1,2 Prozent im Dezember 2025.
Unternehmenskredite stiegen um 3,1 Prozent; bei kleinen Firmen sanken sie um 2,7 Prozent.
Neue Investitionskredite verteuerten sich seit Jahresende um 30 Basispunkte auf rund 5,0 Prozent.
Die Kreditausfallzuflussquote betrug bei Unternehmen 5,7 Prozent, bei Haushalten 0,6 Prozent.
Haushaltseinlagen und Unternehmenseinlagen wuchsen zusammen um 3,8 Prozent; verwahrte Wertpapiere gewannen 14,1 Prozent an Marktwert.
Erholung mit schmaler Basis
Die Banca d’Italia führt die industrielle Erholung vor allem auf Melfi zurück, während andere Branchen schwach bleiben.
Sie sieht die zweite Jahreshälfte durch den Nahostkonflikt und höhere Energiepreise belastet.
Die befragten Unternehmen rechnen für 2027 mit einer weiteren Abschwächung der Investitionen.