Trentino wächst um 0,7 Prozent, Südtirol um 1,0 Prozent
Im ersten Halbjahr 2026 wuchs die Wirtschaftsleistung laut italienischer Zentralbank im Trentino real um 0,7 Prozent und in Südtirol um 1,0 Prozent. Tourismus und öffentliche Investitionen stützten die Konjunktur, während die realen Exporte sanken.
Tourismus trägt, Exporte bremsen
Die italienische Zentralbank (Banca d’Italia) schätzt das reale Wachstum Italiens im ersten Halbjahr 2026 auf 0,9 Prozent.
In beiden Provinzen stützten Konsum und öffentliche Investitionen die Wirtschaft; private Investitionen blieben schwach.
Öffentliche Bauvorhaben profitierten vom nationalen Aufbauplan und den Olympischen Winterspielen 2026.
Die realen Exporte sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum jeweils um 1,4 Prozent.
Die Übernachtungen stiegen im Trentino um 4,4 Prozent, in Südtirol um 3,7 Prozent.
Die Beschäftigung sank im Trentino um 0,9 Prozent und blieb in Südtirol weitgehend stabil.
Die realen Haushaltseinkommen legten jeweils um 0,8 Prozent zu.
Im September erreichte die Inflation 3,8 beziehungsweise 4,1 Prozent.
Kredit wächst nicht überall
Im Juni 2026 lagen Unternehmenskredite im Trentino 0,9 Prozent unter dem Vorjahresstand, in Südtirol 3,0 Prozent darüber.
Kredite an kleine Firmen sanken in beiden Provinzen.
Liquiditätskredite kosteten Unternehmen effektiv 4,66 beziehungsweise 4,64 Prozent jährlich, neue Investitionskredite 4,04 beziehungsweise 4,09 Prozent.
Haushaltskredite einschließlich Finanzgesellschaften wuchsen um 3,0 beziehungsweise 2,0 Prozent.
Die Quote notleidender Bankkredite sank seit Ende 2025 von 2,4 auf 2,1 Prozent im Trentino und von 2,8 auf 2,6 Prozent in Südtirol.
Wachstum mit ungleichen Stützen
Der Bericht zeigt eine Expansion bei schwachen privaten Investitionen und rückläufigen realen Exporten.
Tourismus und öffentliche Nachfrage tragen das Wachstum, während höhere Preise den Einkommenszuwachs begrenzen.
Die insgesamt hohe Kreditqualität geht mit sinkenden Krediten an kleine Firmen einher.