Elternbildung von Mitschülern fördert Universitäts-Eintritt
Wie prägt das Elternhaus von Schulkameraden die Studienwahl? Eine neue Studie der Banca d'Italia untersucht den gemeinsamen Einfluss von Bildung und beruflicher Position auf die Universitätsanmeldung.
Das Zusammenspiel von Bildung und Beruf
Eine Studie der Banca d'Italia untersucht, wie der elterliche Hintergrund von Mitschülern die Entscheidung für ein Universitätsstudium prägt.
Anhand eines großen italienischen Längsschnittdatensatzes analysieren die Autoren die gemeinsame Wirkung von Bildungsstand und beruflicher Position.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine stärkere Exposition gegenüber Akademikerhaushalten die Eintrittswahrscheinlichkeit messbar erhöht.
Ein Anstieg um eine Standardabweichung steigert die Quote um einen Prozentpunkt.
Entscheidend ist jedoch die berufliche Realität: Die positive Wirkung verpufft, wenn die hoch ausgebildeten Eltern arbeitslos sind oder Tätigkeiten ausüben, die keine akademische Qualifikation erfordern.
Starke Impulse in bildungsfernen Milieus
Der Peer-Effekt wirkt besonders stark in Bildungseinrichtungen ohne akademischen Schwerpunkt und bei Jugendlichen aus Nicht-Akademikerfamilien.
In diesen Umfeldern mit geringerer genereller Studienneigung kompensiert die Beobachtung gebildeter Mitschüler-Eltern fehlende häusliche Impulse.
Zudem weisen die Forscher nach, dass der Einfluss geschlechtsspezifisch geprägt ist und nicht-linearen Mustern folgt.
Ab einem gewissen Sättigungsgrad nehmen die positiven Effekte ab, was auf eine optimale Diversität im sozialen Umfeld hindeutet.