Demografischer Wandel drückt italienische Immobilienpreise
BDI Paper

Demografischer Wandel drückt italienische Immobilienpreise

Eine neue Studie der Banca d'Italia analysiert den Zusammenhang zwischen Bevölkerungstrends und Immobilienpreisen in italienischen Gemeinden von 2010 bis 2025. Ein Rückgang der Bevölkerung um zehn Prozent führt langfristig zu einem Preisrückgang von etwa sieben Prozent.

Sieben Prozent Minus bei zehn Prozent weniger Menschen

Das von Luca Casolaro, Claudio Luccioletti und Andrea Neri vorgelegte Occasional Paper untersucht die Verbindung zwischen Demografie und Wohnimmobilienpreisen auf Gemeindeebene für den Zeitraum 2010 bis 2025.

Das Ergebnis: Die langfristige Preiselastizität zur Bevölkerung liegt bei rund 0,7. Das bedeutet, dass eine dauerhafte Schrumpfung der Einwohnerzahl um zehn Prozent mit einem Preisrückgang von etwa sieben Prozent einhergeht.

Während kurzfristig kaum Effekte messbar sind, greifen die demografischen Kräfte über die Zeit stark durch.

Stadtflucht und Nord-Süd-Gefälle

Italien altert rasant und verzeichnet einen stabil negativen natürlichen Saldo.

Dieser Bevölkerungsrückgang trifft das Land jedoch äußerst ungleichmäßig: Während ländliche Regionen und das Mezzogiorno stark ausbluten, ziehen urbane Zentren im Centro-Nord weiterhin Menschen an.

Die Studie zeigt, dass der demografische Preisdruck in städtischen und nicht-inneren Gemeinden deutlich stärker ausfällt als in strukturschwachen, abgelegenen Gebieten.

Späte Quittung für den demografischen Wandel

Die Arbeit schließt eine wichtige Lücke in der empirischen Immobilienforschung des Landes.

Methodisch ist der Ansatz überzeugend, wenngleich Aggregationen auf Gemeindeebene intra-urbane Unterschiede verwischen.

Dennoch liefert sie wertvolle Orientierung für die langfristige Stadt- und Regionalplanung.

Quelle: No. 1043 - Demographic trends and housing prices

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