STEM-Qualifikation geht mit höheren Milano-Hub-Bewertungen einher
BDI Studie

STEM-Qualifikation geht mit höheren Milano-Hub-Bewertungen einher

STEM-Qualifikation und Berufserfahrung gehen bei Milano Hub mit höheren Projektbewertungen einher. Das zeigt eine am 12. Oktober 2026 veröffentlichte Studie der Banca d’Italia anhand von 97 Projekten aus drei Ausschreibungen.

Erfahrene Köpfe in jungen Firmen

Matteo Amoroso, Andrea Azzola, Camilla Bignotti und Lorenza Masoero untersuchen 97 Projekte: 31 aus der ersten, 50 aus der zweiten und 16 aus der dritten Ausschreibung.

Die untersuchten Personen sind je nach Rolle durchschnittlich 44 bis 52 Jahre alt; Frauen stellen 15 Prozent.

Die Unternehmen bestehen im Mittel neun Jahre.

Zehn Regressionsmodelle vergleichen die innerhalb jeder Ausschreibung standardisierten Bewertungen.

STEM-Qualifikation ist mit 0,432 bis 0,561 höheren standardisierten Punkten verbunden, eine Promotion mit 0,450 bis 0,712. Das Alter der Leitungsmitglieder korreliert überwiegend positiv mit der Bewertung.

Für wirtschaftswissenschaftliche Abschlüsse ergibt sich kein belastbarer positiver Zusammenhang; Unternehmensalter und Kooperationen sind in den Regressionen nicht statistisch relevant.

Themenpassung zählt bei der Auswahl

Die drei Ausschreibungen betreffen künstliche Intelligenz, dezentrale Registertechnologien und digitale Zahlungen.

Die Passung zum jeweiligen Thema erklärt einen großen Teil der Bewertungsunterschiede.

Milano Hub unterstützt noch nicht vermarktete Projekte mit Fachwissen, Beratung und Veranstaltungen, nicht mit Geld oder Marketing.

Die Autoren regen flexiblere Anforderungen an Entwicklungsstand und Umsetzbarkeit sowie Hochschulkooperationen und Angebote für mehr Vielfalt an.

Unter Personen mit Wirtschafts- oder STEM-Abschluss beträgt der Frauenanteil nur 10 beziehungsweise 4 Prozent.

Korrelation ist kein Erfolgsnachweis

Die Ergebnisse belegen Zusammenhänge mit Auswahlbewertungen, nicht mit späterem Markterfolg.

Nur drei Ausschreibungen, fehlende Variablen und unvollständige Multikollinearitätsdiagnosen begrenzen die Aussagekraft.

Die Autoren sehen darin einen Anlass, das Fördermodell auf breitere Teilhabe zu prüfen.

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