Schnellzahlsysteme senken Kosten für Rücküberweisungen
BDI Studie

Schnell­zahl­sys­te­me senken Kosten für Rücküberweisungen

Nationale Schnellzahlsysteme senken die Kosten grenzüberschreitender Rücküberweisungen auch ohne direkte internationale Verknüpfung. Das zeigt eine Studie der Banca d'Italia auf Basis granularer Transaktionsdaten vom 11. September 2026.

Wettbewerb drückt verdeckte Margen

Schnelle Zahlungssysteme werden primär für den Inlandsverkehr konzipiert, senken nach ihrer Einführung jedoch auch die Kosten für internationale Rücküberweisungen in Empfängerländer.

Wie die ökonometrische Untersuchung mit einem Staggered-Treatment-Ansatz auf Länder-, Firmen- und Instrumentenebene belegt, treibt vor allem der Rückgang bei Devisenmargen diese Ersparnisse.

Diese Währungsmargen sind für Absender oft schwer einsehbar und intransparent.

Besonders ausgeprägt ist der Kostendruck bei Bargeldauszahlungen, die traditionell teurer sind als Transfers auf mobile Wallets.

Über einen Instrumentvariablen-Ansatz weisen die Autoren nach, dass ein intensivierter Wettbewerb zwischen den Anbietern der entscheidende Übertragungskanal für die Preissenkungen ist.

Wirkung ohne direkte Schnittstellen

Die Publikation erscheint in der Reihe „Markets, infrastructures, payment systems“ der italienischen Notenbank.

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass moderne nationale Zahlungsinfrastrukturen positive grenzüberschreitende Ausstrahleffekte entfalten, selbst wenn noch keine direkte technische Vernetzung zwischen den nationalen Systemen besteht.

Eine künftige Verknüpfung von Schnellzahlsystemen über verschiedene Jurisdiktionen hinweg verstärkt laut den Autoren diese Effekte zusätzlich.

Das Ende verdeckter Margen

Die Analyse entlarvt Wechselkursaufschläge als zentralen Kostentreiber bei Rücküberweisungen.

Dass schon nationale FPS den Margendruck erhöhen, belegt die disziplinierende Kraft moderner Infrastruktur.

Der eigentliche Härtetest steht den Notenbanken bei der globalen Vernetzung aber noch bevor.

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