Banken müssen Zugang zu Basiskonten erleichtern
Die italienische Notenbank Banca d'Italia fordert Zahlungsdienstleister auf, Hürden beim Zugang zu Basiskonten abzubauen. Analysen zeigten zuvor, dass Verbraucher und sozial schwächere Gruppen teils unbegründet abgewiesen oder verunsichert werden.
Schluss mit unbegründeten Hürden
Untersuchungen der Aufsichtsbehörde offenbaren Missstände im Vertrieb von Basiskonten: Kreditinstitute und Zahlungsdienstleister in Italien behindern oder erschweren schutzbedürftigen Kunden regelmäßig den Zugang zu grundlegenden Finanzdienstleistungen.
Die Banca d'Italia fordert Banken sowie die Postdienstleisterin Poste Italiane deshalb mit Nachdruck dazu auf, interne Richtlinien, Abläufe und Praktiken unverzüglich zu überprüfen und anzupassen.
Die Finanzinstitute müssen im Kundenkontakt eine materielle Fairness sicherstellen und jegliche unberechtigten Barrieren beseitigen.
Damit reagiert die Notenbank auf wiederholte Beschwerden und unzureichende Beratungsqualität in Filialen.
Recht auf finanzielle Teilhabe
Das Basiskonto beruht auf der EU-Richtlinie 2014/92/EU und sichert rechtmäßig in der Europäischen Union ansässigen Verbrauchern den Zugang zu grundlegenden Zahlungsdiensten.
Es umfasst einfache Alltagsgeschäfte zur Geldverwaltung und steht einkommensschwachen Haushalten gesetzlich kostenfrei zur Verfügung.
Die Dienstleister sind verpflichtet, diese Konten anzubieten, sofern keine geldwäscherechtlichen Bedenken bestehen.
Papier fordert Taten
Die Schärfe der Mitteilung offenbart das anhaltende Versagen vieler Banken bei der Umsetzung sozialer Mindeststandards.
Dass sozial Schwächere noch immer aktiv von Basiskonten ferngehalten werden, beschädigt das Vertrauen in die Finanzbranche nachhaltig.
Ohne spürbare Sanktionen droht der Vorstoß der Notenbank jedoch ein zahnloser Appell zu bleiben.