Italienische Firmen: Umsatz stabil, Investitionen schrumpfen
Italienische Industrie- und Dienstleistungsunternehmen verzeichneten 2025 stabile Umsätze nach zweijährigem Rückgang. Für 2026 erwarten sie jedoch eine Kontraktion der Investitionen, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe.
Umsatz stabil, Preise ziehen an
Italienische Industrie- und Dienstleistungsunternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern verzeichneten 2025 stabile Umsätze, nachdem diese in den beiden Vorjahren rückläufig waren.
Der Anstieg der Verkaufspreise lag bei 2,0 Prozent und damit unter dem Wert von 2024.
Die Beschäftigung nahm weiter zu, begleitet von einem leichten Anstieg der Arbeitsstunden.
Die Nachfrage nach Finanzierungen blieb verhalten, stieg jedoch leicht an, während die Kreditkonditionen als stabil bewertet wurden.
Die Investitionen beschleunigten sich insgesamt, angetrieben vom verarbeitenden Gewerbe und dem Energiesektor, verlangsamten sich jedoch im Dienstleistungssektor.
Für 2026 erwarten die Unternehmen eine stabile Nachfrage und eine Beschleunigung der Verkaufspreise in allen Sektoren.
Ihre Erwartungen für die Investitionsausgaben deuten jedoch auf eine Kontraktion hin, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe und bei kleinen Unternehmen.
Die Beschäftigung soll voraussichtlich im gleichen Tempo wie 2025 weiter steigen.
Bauwirtschaft erholt sich – mit Fragezeichen
Im Baugewerbe kehrte die Wirtschaftstätigkeit 2025 zum Wachstum zurück.
Dies ist auf die Expansion im öffentlichen Bausektor zurückzuführen, der weiterhin von den Anreizen des Nationalen Aufbau- und Resilienzplans (NRRP) profitierte, sowie auf die Abschwächung des Rückgangs im privaten Bau.
Die Beschäftigung nahm wieder zu, wenn auch in moderatem Tempo.
Für 2026 erwarten die Unternehmen eine Stagnation der Aktivität, während die Beschäftigungsaussichten moderat günstig bleiben.
Die Dynamik im Bausektor bleibt ein wichtiger Indikator für die italienische Gesamtwirtschaft, insbesondere im Hinblick auf die staatlichen Investitionsprogramme.
Gemischte Signale für Italiens Wirtschaft
Die Umfrage zeichnet ein gemischtes Bild der italienischen Wirtschaft: Stabile Umsätze stehen einer besorgniserregenden Investitionskontraktion gegenüber.
Die Abhängigkeit der Bauwirtschaft von öffentlichen Anreizen unterstreicht zudem strukturelle Schwächen im privaten Sektor.
Dies könnte die Wachstumsaussichten für 2026 trüben und erfordert eine genaue Beobachtung der Unternehmensdynamik.
Quelle: Survey of Industrial and Service Firms in 2025
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