Inflation steigt auf 4,1 Prozent bei 0,2 Prozent BIP-Plus
BDI Daten

Inflation steigt auf 4,1 Prozent bei 0,2 Prozent BIP-Plus

Die italienische Teuerungsrate stieg im September 2026 vorläufig auf 4,1 Prozent, während das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um 0,2 Prozent zulegte. Zugleich erhöhte sich die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen im September auf 4,36 Prozent.

Energie treibt Teuerung und Anleiherenditen

Die Verbraucherpreisinflation nach dem HVPI beschleunigte sich in Italien im September 2026 vorläufig auf 4,1 Prozent im Vorjahresvergleich, nach 3,2 Prozent im August und 2,9 Prozent im Juli.

Im Euroraum lag der Wert im September bei 3,8 Prozent.

Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel verharrte in Italien hingegen bei 1,8 Prozent.

Bei den gewerblichen Erzeugerpreisen im Inland verzeichnete die Statistik für August ein Plus von 13,5 Prozent zum Vorjahr.

Parallel dazu stiegen die Finanzierungskosten: Die Bruttorendite der zehnjährigen BTP-Staatsanleihen stieg im September auf 4,36 Prozent nach 3,99 Prozent im August, während 30-jährige Papiere 5,01 Prozent erreichten.

Wachstumsflaute und steigende Schuldenlast

Die Gesamtwirtschaft verlor zuletzt an Dynamik: Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal 2026 um 0,2 Prozent, nach 0,3 Prozent im ersten Quartal.

Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert die Banca d'Italia ein Wachstum von 0,5 Prozent und 0,4 Prozent für 2027.

Gleichzeitig steigt die Schuldenlast weiter: Der Staat erwartet für 2026 eine Bruttoschuldenquote von 138,1 Prozent des BIP, nach 136,7 Prozent im Jahr 2025.

Das Haushaltsdefizit soll dabei auf 2,9 Prozent sinken, gestützt auf einen Primärüberschuss von 1,2 Prozent des BIP.

Gefährliche Schere für Rom

Die Kombination aus Teuerungsschub und steigenden Renditen engt Roms Handlungsspielraum spürbar ein.

Ein Primärüberschuss verpufft, wenn das reale Wachstum auf unter ein halbes Prozent abkühlt.

Italien droht eine Zins-Wachstums-Schere, die den Schuldenabbau zur Illusion macht.

Quelle: The Italian economy in brief, No. 10 - October 2026

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