Italiens BIP wächst im zweiten Quartal um 0,2 Prozent
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Italiens BIP wächst im zweiten Quartal um 0,2 Prozent

Das italienische Bruttoinlandsprodukt ist im zweiten Quartal 2026 um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Die Verbraucherpreisinflation lag im Juli bei 2,9 Prozent, während die Banca d'Italia für das Gesamtjahr ein Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent prognostiziert.

Moderate Expansion bei schwankendem Inflationsdruck

Die italienische Wirtschaft setzt ihren moderaten Wachstumskurs im Jahr 2026 fort.

Nach einem Plus von 0,3 Prozent im ersten Quartal erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um 0,2 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2026 erwarten die Banca d'Italia, die Europäische Kommission und der IWF übereinstimmend ein BIP-Wachstum von 0,5 Prozent.

Die harmonisierte Verbraucherpreisinflation schwächte sich im Juli leicht auf 2,9 Prozent ab, nachdem sie im Mai mit 3,2 Prozent ihren vorläufigen Jahreshöchststand erreicht hatte.

Im Leistungsbilanzüberschuss spiegelt sich der stabile Außenhandel wider: Von Januar bis Mai 2026 belief sich der Saldo auf 6,0 Milliarden Euro nach minus 0,1 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.

Solide Bankenbilanzen treffen auf hohe Staats­ver­schul­dung

Im Bankensektor zeigte sich das italienische Finanzsystem weiterhin solide kapitalisiert.

Die gewichtete harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) der Banken lag im März 2026 bei 15,43 Prozent, bei einer Gesamtkapitalquote von 19,47 Prozent.

Bei den Staatsfinanzen wird für 2026 ein Finanzierungsdefizit von 2,9 Prozent des BIP und eine Schuldenquote von 138,6 Prozent prognostiziert.

Die Renditen zehnjähriger italienischer Staatsanleihen (BTP) stiegen im Juli 2026 auf durchschnittlich 3,88 Prozent an, verglichen mit 3,39 Prozent im Februar 2026.

Verhaltenes Wachstum bei hoher Schuldenlast

Das zaghafte Wachstum von 0,5 Prozent reicht kaum aus, um Italiens verfestigte Strukturprobleme dynamisch zu überwinden.

Trotz robuster Bankenbilanzen engt die hohe Schuldenquote von fast 139 Prozent den Handlungsspielraum drastisch ein.

Ohne kräftige Investitionen bleibt Italiens Wirtschaft anfällig für externe Schocks.

Quelle: The Italian economy in brief, No. 8 - August 2026

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