Fast alle Mitgliedsländer wenden Basel III bis April 2027 an
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Fast alle Mitgliedsländer wenden Basel III bis April 2027 an

Drei Viertel der 27 Mitgliedsstaaten des Basler Ausschusses haben die finalen Basel-III-Standards in nationales Recht überführt. Nahezu alle Jurisdiktionen verpflichten ihre Banken zu einer vollständigen Anwendung bis spätestens April 2027, wie ein neuer Fortschrittsbericht der BIZ zeigt.

Output Floor bei 85 Prozent in Kraft

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht verzeichnet deutliche Fortschritte bei der Umsetzung des Regulierungspakets: Zum Stichtag 30. September 2026 haben drei Viertel der 27 Mitgliedsländer die finalen Vorschriften erlassen.

Die überarbeiteten Standards für Kredit- und operationelle Risiken sowie die Untergrenze für risikogewichtete Aktiva (Output Floor) sind in rund 85 Prozent der Jurisdiktionen bereits in Kraft.

Das Regelwerk umfasst die im Dezember 2017 finalisierten Elemente sowie die Mindestkapitalanforderungen für Marktrisiken vom Januar 2019.

Ursprünglich war der Start für Januar 2023 vorgesehen, ehe die Aufsichtsgremien den Zeitplan im März 2020 anpassten.

Nahezu alle Mitglieder setzen nun die Frist für Banken auf April 2027.

Lehren aus den jüngsten Marktturbulenzen

Die Gruppe der Zentralbankpräsidenten und Leiter der Bankenaufsicht (GHOS) bekräftigte auf ihrer Sitzung am 9. März 2026 die Erwartung einer vollständigen und einheitlichen Umsetzung.

Die Marktturbulenzen der vergangenen Jahre hätten verdeutlicht, wie unverzichtbar ein verlässlicher globaler Rahmen und gleiche Wettbewerbsbedingungen seien.

Über ein digitales Dashboard überwacht der Ausschuss die nationalen Publikations- und Einführungsdaten der Mitgliedsstaaten kontinuierlich.

Später Konsens mit Glaub­wür­dig­keits­ver­lust

Der Aufschub bis 2027 belegt die zähen politischen Widerstände gegen strengere Eigenkapitalregeln.

Trotz formaler Fortschritte untergräbt die jahrelange Verzögerung die Glaubwürdigkeit internationaler Standards.

Ohne strikte Sanktionen gegen nationale Sonderwege droht die erhoffte Vereinheitlichung zu verpuffen.

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