Globale Immobilienpreise sinken real um 1,2 Prozent
Die weltweiten Wohnimmobilienpreise sind im ersten Quartal 2026 real um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Laut BIZ-Statistik bremsten vor allem Wertverluste in China und Nordamerika das globale Preisniveau trotz Zuwächsen in Südeuropa und Lateinamerika.
Asien und Nordamerika ziehen Gesamtwert nach unten
Im ersten Quartal 2026 beschleunigte sich der weltweite Preisrückgang bei Wohnimmobilien inflationsbereinigt auf 1,2 Prozent nach minus 0,5 Prozent im Vorquartal.
In den Industrieländern stagnierten die realen Preise mit minus 0,2 Prozent, belastet durch Rückgänge in Kanada (minus 7 Prozent), den USA (minus 2 Prozent) und Großbritannien (minus 2 Prozent).
Dagegen legte der Euroraum um 2,6 Prozent zu, getrieben von Portugal (plus 15 Prozent) und Spanien (plus 10 Prozent), während Deutschland und Frankreich je 1 Prozent verloren.
In den Schwellenländern sanken die Preise im Schnitt um 2,0 Prozent.
Ausschlaggebend war Asien mit einem Minus von 4,3 Prozent, angeführt von China (minus 7 Prozent).
Wenige Schwergewichte verzerren das Gesamtbild
Die globale Schwäche täuscht über eine breite Zweiteilung hinweg.
Nur ein Drittel der Industrieländer und ein Viertel der Schwellenländer verzeichneten reale Preisrückgänge; die mittlere Wachstumsrate kletterte sogar auf 2,6 Prozent.
Das aggregierte Minus resultiert aus wenigen großen Volkswirtschaften.
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie Ende 2019 stiegen die globalen Preise real um magere 2,7 Prozent, wobei die Türkei (plus 105 Prozent) und Australien (plus 23 Prozent) Spitzenreiter sind.
Ein Index, zwei Immobilienwelten
Die aggregierten BIZ-Zahlen zeichnen ein trügerisches Bild einer weltweiten Immobilienflaute.
In Wahrheit kaschieren die schweren Krisen in China und Kanada eine anhaltende Teuerung in Südeuropa und Teilen Lateinamerikas.
Für die geldpolitische Risikobewertung bleibt der globale Durchschnitt daher denkbar ungeeignet.