Uganda peilt 500-Milliarden-Dollar-Wirtschaft bis 2040 an
Die Bank of Uganda fordert einen massiven Ausbau der heimischen Finanzmärkte zur Umsetzung der nationalen Wachstumsstrategie. Ziel ist es, das Bruttoinlandsprodukt von knapp 50 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 bis 2040 auf 500 Milliarden US-Dollar zu verzehnfachen.
Rekordvolumen an den Inlandsmärkten
Im Finanzjahr 2025/26 stieg der Umsatz im unbesicherten Geldmarkt auf rund 70 Billionen Schilling nach 60 Billionen im Vorjahr, während der Sekundärmarkt ein Volumen von 125 Billionen Schilling erreichte.
Mit der Einführung einer 25-jährigen Staatsanleihe verlängerte die Zentralbank die Zinskurve für langfristige Investoren.
Im Devisenmarkt kletterte der tägliche Kassamarktumsatz auf über 150 Millionen Dollar, während das Swap-Volumen etwa 100 Billionen Schilling erreichte.
Über die FX-Swap-Fazilität stellte die Zentralbank dem Interbankenmarkt 768 Millionen Dollar bereit.
Im afrikanischen Absa-Finanzmarktindex 2025 rückte Uganda damit auf Rang drei hinter Südafrika und Mauritius vor.
Stabile Makrodaten als Fundament
Die makroökonomische Basis stützt die Reformen: Die Gesamteinflationsrate lag zuletzt bei 4,0 Prozent, die Kerninflation bei 3,4 Prozent und damit unter dem Fünf-Prozent-Ziel der Zentralbank.
Das reale Wirtschaftswachstum für das Finanzjahr 2025/26 wird auf 6,4 Prozent geschätzt.
Um die Preisfindung zu schärfen, führte die Bank of Uganda eine eigene FX-Swap-Kurve sowie ISDA-Rahmenverträge mit Geschäftsbanken ein.
„Wir können die Finanzmärkte von morgen nicht mit den Fähigkeiten von gestern aufbauen“, mahnte die Zentralbank die Akteure zur Weiterbildung.
Ambition trifft auf Marktrealität
Die Verzehnfachung des Bruttoinlandsprodukts bis 2040 bleibt ohne massives privates Risikokapital ein Papiertiger.
Zwar greifen technische Reformen im Devisen- und Rentenmarkt, doch die reale Unternehmensfinanzierung abseits von Rohstoffen steckt weiter in den Kinderschuhen.
Ohne echte Kreditdynamik verpuffen die ambitionierten Wachstumsziele.