Conceicao und Justham ziehen in das Sanktionskomitee ein
Die Bank of England hat Carlos Conceicao und Alexander Justham mit Wirkung zum September 2026 in das Enforcement Decision Making Committee berufen. Das Gremium entscheidet über streitige Durchsetzungsverfahren der britischen Zentralbank.
Juristische Schärfe und Markterfahrung
Carlos Conceicao und Alexander Justham treten dem Enforcement Decision Making Committee (EDMC) für eine fünfjährige Amtszeit bei.
Conceicao leitete von 2007 bis 2025 die weltweite Praxis für regulatorische Streitigkeiten bei der Kanzlei Clifford Chance und war zuvor bei der Financial Services Authority tätig.
Justham blickt auf über 35 Jahre Finanzmarkterfahrung zurück, darunter als Chef der Londoner Börse, Vorstandsmitglied der europäischen Wertpapieraufsicht ESMA sowie zuletzt als COO bei UBS Wealth Management UK.
„Gemeinsam stellen diese Ernennungen sicher, dass das EDMC weiterhin über die nötigen Fähigkeiten für Urteile in strittigen Fällen verfügt“, erklärte David Roberts, Vorsitzender des Court of the Bank of England.
Schiedsinstanz für den Ernstfall
Das EDMC fungiert als unabhängiges Entscheidungsgremium der Notenbank für strittige Durchsetzungsverfahren.
Während die meisten Disziplinarfälle einvernehmlich beigelegt werden, tritt bei Widerspruch ein Gremium aus mindestens drei Mitgliedern zusammen.
Das Mandat umfasst Aufsichtsbereiche von der Banken- und Marktinfrastrukturregulierung über Abwicklungsfragen bis hin zur Aufsicht kritischer Drittdienstleister.
Die Amtszeit der Mitglieder beträgt fünf Jahre bei maximal zwei zulässigen Mandaten.
Prominente Besetzung für den Ernstfall
Die Bank of England rüstet ihr Sanktionsgremium personell hochkarätig auf.
Da strittige Verfahren die Ausnahme bleiben, dient diese juristische Prominenz primär der Abschreckung.
Für regulierte Institute signalisiert dies dennoch, dass die Aufsicht im Härtefall prozessual kompromisslos agieren kann.