KI-Risiken steigen auf Rekordwert im britischen Finanzsystem
In der halbjährlichen Risikoumfrage der Bank of England kletterten KI-Gefahren auf ein Rekordhoch: 63 Prozent der Institute stufen Künstliche Intelligenz als Top-Risiko ein. Geopolitische Spannungen und Cyberangriffe bleiben jedoch die meistgenannten Bedrohungen für das britische Finanzsystem.
Künstliche Intelligenz springt auf Platz drei
Geopolitische Risiken führen die Umfrage für das zweite Halbjahr 2026 mit 91 Prozent der Nennungen an, gefolgt von Cyberangriffen mit 75 Prozent.
Den stärksten Zuwachs verzeichnen jedoch Risiken rund um Künstliche Intelligenz: Ihr Anteil sprang um 32 Prozentpunkte auf einen Rekordwert von 63 Prozent, womit KI nun auf Rang drei liegt.
Auch bei den am schwersten zu steuernden Risiken kletterte KI von 11 Prozent im Vorhalbjahr auf 37 Prozent.
An der Erhebung nahmen 57 Führungskräfte aus dem Risikomanagement und Treasury von Banken, Versicherern, Pensionskassen und Vermögensverwaltern teil.
Die Befragten verwiesen vor allem auf das hohe Tempo der Technologieentwicklung sowie fehlende Kontrollen.
Hohes Grundvertrauen trotz wachsender Schockgefahr
Das Vertrauen in die Finanzstabilität bleibt ungebrochen: 95 Prozent der Teilnehmer äußern Zuversicht für die kommenden drei Jahre.
Gleichzeitig stieg die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit eines schweren Schocks.
Für die kurze Frist von bis zu zwölf Monaten halten 28 Prozent ein solches Ereignis für hoch, nach 23 Prozent im Vorhalbjahr.
Auf mittlere Sicht von ein bis drei Jahren stufen 7 Prozent die Wahrscheinlichkeit als sehr hoch ein, während 40 Prozent sie als hoch bewerten.
Technologischer Kontrollverlust droht
Der steile Anstieg der KI-Sorgen markiert einen Wendepunkt im Risikobewusstsein der City.
Dass Governance und Kontrollen dem Entwicklungstempo hinterherhinken, birgt akute Gefahren.
Die Aufsicht muss schnell Leitplanken setzen, bevor Automatisierung die Stabilität gefährdet.
Quelle: Systemic Risk Survey Results - 2026 H2
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