Leitzins bleibt bei 14,00 Prozent
CBR News

Leitzins bleibt bei 14,00 Prozent

Die Bank of Russia belässt ihren Leitzins unverändert bei 14,00 Prozent. Das Direktorium begründet die Entscheidung vom 11. September 2026 mit gestiegenem Preisdruck und einer Teuerung von 6,3 Prozent.

Preisdruck treibt Kerninflation nach oben

Der Preisdruck hat in den vergangenen Monaten spürbar zugenommen.

Im Juli kletterte der saisonbereinigte Preisanstieg annualisiert auf 11,6 Prozent nach 5,3 Prozent im zweiten Quartal 2026.

Die Kerninflation stieg im selben Zeitraum von 4,6 auf 7,0 Prozent.

Getrieben wurde diese Dynamik vor allem durch volatile Komponenten wie Kraftstoffe sowie Obst und Gemüse.

Die Schätzung für die zugrunde liegende Inflation liegt nun bei 5 bis 6 Prozent.

Zum 7. September 2026 betrug die jährliche Teuerungsrate 6,3 Prozent.

Die Notenbank rechnet im Basisszenario für das Gesamtjahr 2026 mit einer Inflationsrate von 6,0 bis 7,0 Prozent und peilt die Rückkehr zum Vier-Prozent-Ziel für 2027 an.

Lohnzuwächse und Haushaltsdefizit als Risiken

Die Wirtschaft wächst im dritten Quartal 2026 mit moderatem Tempo.

Zwar lässt die Anspannung am Arbeitsmarkt allmählich nach und das Lohnwachstum nähert sich der Produktivität an, die Kluft bleibt jedoch beträchtlich.

Zudem stützt die starke Kreditvergabe an Unternehmen die Inlandsnachfrage.

Erhöhte proinflationäre Risiken überwiegen mittelfristig.

Sollte der neue Haushaltsentwurf ein höheres Primärdefizit vorsehen als der bisherige Pfad bis 2029, droht eine weitere geldpolitische Straffung.

Gefangen im Hochzinsregime

Das Festhalten an 14,00 Prozent ist das Eingeständnis, dass die Inflation trotz restriktiver Geldpolitik hartnäckig bleibt.

Solange Staatsausgaben und Lohnwachstum die Nachfrage antreiben, bleibt der Zinskorridor nach unten versperrt.

Ohne echte Haushaltsdisziplin wird das Vier-Prozent-Ziel für 2027 eine bloße Illusion bleiben.

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