Risikogewichte für Schutz kritischer Infrastruktur gesenkt
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Risikogewichte für Schutz kritischer Infrastruktur gesenkt

Die Bank von Russland senkt die Risikogewichte für Kredite zum Schutz kritischer Infrastruktur vor Luftangriffen auf 30 bis 50 Prozent. Die Maßnahme gilt ab dem 29. September bis zum 31. Dezember 2026 für Unternehmen sowie Kommunen.

Entlastung bei der Ei­gen­ka­pi­tal­un­ter­le­gung

Der Vorstand der Bank von Russland erlaubt Geschäftsbanken bei der Berechnung des Kreditrisikos reduzierte Risikogewichte anzusetzen.

Für Kredite zur Finanzierung von Schutzmaßnahmen kritischer Infrastruktur vor Luftangriffen sinkt das Risikogewicht bei Kreditnehmern mit Investment-Grade-Rating auf 30 Prozent und bei allen anderen Schuldnern auf 50 Prozent.

Zudem entfallen die makroprudenziellen Kapitalaufschläge für diese Engagements.

Die Neuregelung erfasst juristische Personen, Regionen sowie Kommunen und tritt sofort in Kraft.

Institute können die Eigenkapitalentlastung im Rahmen der Kontingente für technologische Souveränität und strukturelle Anpassung bis zum 31. Dezember 2026 nutzen.

Schutzschirm für systemrelevante Anlagen

Die Maßnahme soll den Spielraum der Banken bei der Vergabe von Krediten für Sicherheitsinfrastrukturen vergrößern.

Durch den gezielten Schutz vor physischen Angriffen sollen Kreditausfallrisiken verringert und Betriebsunterbrechungen bei systemrelevanten Objekten verhindert werden.

Nach Angaben der Notenbank reichen die bestehenden Fördergrenzen aus, um sowohl Projekte zur Technologiesouveränität als auch Sicherheitsmaßnahmen parallel zu finanzieren.

Die Zentralbank erwägt, die vorübergehenden Erleichterungen künftig in die regulären Aufsichtsvorschriften zu überführen.

Kriegswirtschaft im Aufsichtsrecht

Die Notenbank nutzt bankaufsichtliche Puffer gezielt zur militärischen Schadensabwehr.

Die künstlich gesenkten Risikogewichte verlagern operative Kriegsrisiken direkt in die Bilanzen der Geschäftsbanken.

Eine regulatorische Verwässerung mit bedenklichen Nebenwirkungen für die Finanzstabilität.

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