Bauträgerkredite in Russland steigen auf 10,8 Billionen Rubel
CBR Data

Bauträgerkredite in Russland steigen auf 10,8 Billionen Rubel

Das Volumen der Projektfinanzierungen für den russischen Wohnungsbau stieg im zweiten Quartal 2026 um 5,6 Prozent auf 10,8 Billionen Rubel. Zugleich sank die Deckung dieser Kredite durch Treuhandkonten auf 65 Prozent.

Mehr Kredite bei sinkenden Vorverkäufen

Die Auszahlungen an Bauträger kletterten im zweiten Quartal 2026 auf 1,6 Billionen Rubel, wodurch das gesamte Projektfinanzierungsportfolio auf 10,85 Billionen Rubel anwuchs.

Das entspricht einem Quartalsplus von 5,6 Prozent und einem Anstieg um 16,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Gleichzeitig schwächte sich der Zufluss auf die Escrow-Konten ab: Mit 7,55 Billionen Rubel stiegen die Treuhandeinlagen nur um 2,0 Prozent.

Dadurch verringerte sich der Deckungsgrad der Bauträgerkredite durch Kundengelder binnen dreier Monate von 68,1 auf 65,2 Prozent.

Auf dem Primärmarkt wurden 5,2 Millionen Quadratmeter Wohnfläche für 1,2 Billionen Rubel veräußert, was einem Rückgang der verkauften Fläche um zehn Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht.

Preisbereinigt stagnieren die Immobilienwerte

Während die nominalen Preise für Neubauten um 1,1 Prozent zulegten, sanken sie inflationsbereinigt um 0,1 Prozent.

Die unverkauften Flächen im Angebot stiegen auf 54,2 Millionen Quadratmeter.

Der durchschnittliche Zinssatz für Bauträgerdarlehen verharrte bei günstigen 9,92 Prozent – deutlich unter dem allgemeinen Unternehmenskreditzins von 14,7 Prozent.

Der Anteil notleidender Kredite blieb mit 97 Milliarden Rubel bei unter einem Prozent des Portfolios.

Puffer schrumpfen schleichend

Das rasante Kreditwachstum bei stagnierender Nachfrage verstärkt die Risiken im russischen Bausektor.

Noch fängt das Escrow-System Ausfälle ab, doch die sinkende Deckungsquote engt den Spielraum der Banken ein.

Ohne neue Nachfrageimpulse drohen den Instituten mittelfristig spürbare Ertragsrisiken.

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