Russische Inflationserwartungen steigen auf 14,7 Prozent
CBR Data

Russische In­fla­ti­ons­er­war­tun­gen steigen auf 14,7 Prozent

Die Inflationserwartungen der russischen Bevölkerung für die kommenden zwölf Monate sind im Juli 2026 auf median 14,7 Prozent gestiegen. Gleichzeitig fiel der Index der Verbraucherstimmung deutlich von 98 auf 90 Punkte.

Treibstoffpreise befeuern die Teuerungsangst

Die von inFOM im Auftrag der Bank von Russland durchgeführte Umfrage zeigt einen spürbaren Anstieg der Inflationswahrnehmung.

Die erwartete Jahrenteuerung für die kommenden zwölf Monate kletterte im Juli 2026 auf den Medianwert von 14,7 Prozent, nachdem sie im Juni noch bei 13,0 Prozent gelegen hatte.

Auch die wahrgenommene Inflation der vergangenen zwölf Monate nahm zu und erreichte 15,1 Prozent nach 14,2 Prozent im Vormonat.

Auf Sicht von fünf Jahren stiegen die Preiserwartungen der Befragten von 10,3 auf 11,2 Prozent.

Haupttreiber der Inflationsangst bleiben drastisch steigende Treibstoffpreise, die von 14 Prozent der Befragten als Grund für sehr starke Preiserhöhungen genannt wurden.

Konsumklima bricht deutlich ein

Der Anstieg der Preiserwartungen belastet das Konsumklima erheblich.

Der Index der Verbraucherstimmung sank im Juli um acht Zähler auf 90 Punkte, wobei der Teilindex für Zukunftserwartungen von 102 auf 92 Punkte einbrach.

Auch die Einschätzung der aktuellen Lage verschlechterte sich von 89 auf 86 Punkte.

Trotz der Eintrübung gaben 39 Prozent der Befragten an, freie Mittel bevorzugt auf Bankkonten anzulegen, während 33 Prozent Bargeld präferierten.

Ein ununterbrochener Kreditbedarf besteht weiterhin bei 36 Prozent der russischen Haushalte.

Notenbank unter Zugzwang

Der Sprung der Inflationserwartungen zeigt die schwache Verankerung des Notenbankziels.

Das erhöht den Druck auf die Bank von Russland zur weiteren geldpolitischen Straffung.

Ohne Preisstabilität droht eine verfestigte Spirale aus Vertrauensverlust und Kaufkraftentwertung.

Quelle: Inflation expectations increase in July

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