Russisches Geschäftsklima steigt leicht auf minus 2,4 Punkte
Das Geschäftsklima der Bank von Russland stieg im August von minus 3,5 auf minus 2,4 Punkte. Haupttreiber waren optimistischere Erwartungen der Unternehmen für Produktion und Nachfrage in den kommenden drei Monaten.
Produktionserwartungen stützen den Index
Der Geschäftsklimaindex der Bank von Russland hat sich im August leicht erholt und stieg von minus 3,5 Punkten im Vormonat auf minus 2,4 Punkte.
Dieser Anstieg wird vor allem durch optimistischere Produktions- und Nachfrageerwartungen der Unternehmen für die nächsten drei Monate getrieben.
Dennoch verharrt der Indikator weiterhin im negativen Bereich.
Zeitgleich zogen die Preiserwartungen der Unternehmen im August leicht an, was auf einen anhaltenden Inflationsdruck hindeutet.
Bei der Bewertung der Kreditkonditionen zeigten sich die befragten Firmen hingegen spürbar zuversichtlicher als noch im Juli, was auf eine schrittweise Stabilisierung des finanziellen Umfelds hindeutet.
Fokus auf die Kapitalbeschaffung
Die aktuelle Ausgabe des Berichts enthält erstmals Sonderergebnisse zur Kapitalbeschaffung der Wirtschaft.
Die Notenbank untersucht darin detailliert die Strategien der Unternehmen zur Aufnahme von Eigen- und Fremdkapital sowie deren subjektive Einschätzung zur Verfügbarkeit finanzieller Ressourcen.
Diese neuen Daten sollen tiefere Einblicke in die tatsächliche Finanzierungslage des Unternehmungssektors gewähren.
Sämtliche Detailergebnisse hat die Zentralbank im Monatsbericht Verfolgung der Wirtschaft veröffentlicht.
Erholung auf wackeligem Fundament
Die minimale Erholung des Index täuscht nicht über die strukturellen Probleme hinweg.
Dass die Preiserwartungen parallel wieder steigen, unterstreicht die hartnäckigen Inflationsrisiken im Land.
Die Erweiterung der Umfrage um Kapitalfragen ist zwar ein sinnvoller Schritt, liefert jedoch vorerst nur ein Schlaglicht auf angespannte Märkte.