Konsum verliert in vielen Regionen Russlands an Dynamik
Die Zentralbank der Russischen Föderation meldet am 14. Oktober 2026 eine schwächere Konsumdynamik für August und September. Die Wirtschaftsaktivität blieb insgesamt unverändert, entwickelte sich regional aber unterschiedlich.
Verbraucher halten sich zurück
In den östlichen Regionen Russlands stieg die Konsumaktivität im August und September langsamer, während sie in vielen Regionen des europäischen Landesteils sank.
Mit dem nachlassenden Lohnwachstum verhielten sich die Verbraucher insgesamt zurückhaltender.
Die Nachfrage nach Inlandstourismus ging zurück, ebenso der Umsatz im Onlinehandel.
Die Wirtschaftsaktivität insgesamt blieb unverändert, zeigte jedoch Unterschiede zwischen Regionen und Branchen.
In der Wolga-Wjatka-Region wuchs die Produktion von Maschinenbauerzeugnissen und Baustoffen weiter.
Sibirische Kohleproduzenten steigerten ihre Exporte weiter und richteten ihre Logistik auf Häfen im Fernen Osten aus.
Industrie und Wohnungsbau mit Rückgängen
Im Ural gingen die Ölförderung und die Holzverarbeitung zurück.
Die südlichen Regionen verzeichneten einen Rückgang beim Bau von Einfamilienhäusern.
Diese Entwicklungen beschreibt die Oktober-Ausgabe des Berichts zur regionalen Wirtschaft mit Kommentaren der Hauptverwaltungen der Bank von Russland.
Als Sonderthemen behandelt die Ausgabe die Geschäfts- und Investitionstätigkeit der Unternehmen, den Arbeitsmarkt sowie die Ernte des Jahres 2026.
Stabilität mit regionalen Unterschieden
Die unveränderte Gesamtaktivität geht mit regional gegenläufigen Entwicklungen einher.
Produktionszuwächsen stehen Rückgänge in anderen Branchen gegenüber.
Beim Konsum berichtet die Bank zugleich von nachlassender Dynamik und zurückhaltenderem Verhalten.