Leitzins bleibt bei 14,00 Prozent trotz steigender Inflation
Die russische Zentralbank belässt ihren Leitzins bei 14,00 Prozent pro Jahr. Laut dem am 23. September 2026 veröffentlichten Diskussionsprotokoll beschleunigte sich der zugrunde liegende Preisauftrieb in den Sommermonaten auf annualisierte 5 bis 6 Prozent.
Vorgezogene Käufe heizen Nachfrage an
Im Mittelpunkt der geldpolitischen Beratungen stand die deutliche Intensivierung des Preisdrucks in den Monaten Juni und Juli.
Der zugrunde liegende Preisanstieg beschleunigte sich nach Einschätzung der Notenbanker von 4 bis 5 Prozent auf annualisiert 5 bis 6 Prozent.
Zugleich wuchs die Wirtschaft mit moderatem Tempo weiter, gestützt auf eine anhaltend robuste Inlandsnachfrage.
Steigende Haushaltseinkommen trieben den privaten Konsum an, wobei Verbraucher geplante Anschaffungen aus Sorge vor weiteren Teuerungsschüben vorzogen.
Zudem erholte sich die Investitionstätigkeit, während die expansive Fiskalpolitik weiterhin substanziell zur Expansion der Binnennachfrage beitrug.
Kraftstoffpreise bestimmen den Zinspfad
Der Notenbankrat bestätigte den Leitzins bei 14,00 Prozent.
Die weitere Inflationsentwicklung hängt laut Zentralbank maßgeblich von der Lage am Kraftstoffmarkt ab, für den das Basisszenario eine schrittweise Normalisierung unterstellt.
Die restriktive Geldpolitik soll den Anstieg der Binnennachfrage dämpfen und den Preisdruck mindern.
Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert die Notenbank eine Inflationsrate von 6,0 bis 7,0 Prozent, bevor die Teuerung 2027 zum Zielwert von 4,0 Prozent zurückkehren soll.
Zinspause auf wackligem Fundament
Das Festhalten an 14,00 Prozent ist bei anziehendem Preisdruck ein riskanter Balanceakt.
Solange hohe Staatsausgaben die Nachfrage anheizen, steht die erhoffte Disinflation auf tönernen Füßen.
Ohne rasche Abkühlung wird die Notenbank um weitere Zinserhöhungen kaum herumkommen.
Quelle: Summary of the Key Rate Discussion released
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