Tankausgaben der Niederländer im Ausland steigen um 32 Prozent
DNB Daten

Tankausgaben der Niederländer im Ausland steigen um 32 Prozent

Niederländische Autofahrer haben im ersten Halbjahr 2026 deutlich häufiger in Deutschland und Belgien getankt: Die Zahl der Transaktionen stieg um 20 Prozent auf über 25 Millionen, während das Ausgabevolumen um 32 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro kletterte.

Belgien und Deutschland verzeichnen deutliches Plus

Neue Zahlungskartendaten der De Nederlandsche Bank zeigen eine deutliche Verlagerung: An deutschen und belgischen Tankstellen stiegen die Transaktionen niederländischer Karteninhaber im ersten Halbjahr 2026 um 20 Prozent auf über 25 Millionen.

Das Transaktionsvolumen erhöhte sich um 32 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro, was auch Ausgaben für Verpflegung und Laden von Elektrofahrzeugen umfasst.

Den stärksten Zuwachs verzeichnete Belgien mit einem Plus von 33 Prozent bei den Transaktionen auf 11,3 Millionen (593,6 Millionen Euro Umsatz).

In Deutschland stiegen die Zahlungsvorgänge um 11 Prozent auf 14,2 Millionen (872,4 Millionen Euro).

In den Niederlanden sank die Zahl der Tankstellenkäufe dagegen um 3 Prozent auf 187 Millionen.

Preisabstände treiben Ausgaben im Nachbarland

Die Daten stammen aus einem neuen Quartals-Dashboard der Notenbank, das Debit- und Kreditkartenausgaben nach Branchencodes aufschlüsselt.

Haupttreiber der Tankflucht dürften Preisunterschiede von teils über 20 Cent pro Liter Kraftstoff sein.

Hinter Supermärkten, auf die 24,2 Milliarden Euro entfielen, sind Tankstellen mit 8,5 Milliarden Euro der zweitgrößte Ausgabensektor.

Bemerkenswert: Die Zahlungen niederländischer Kunden in deutschen Supermärkten verdoppelten sich seit 2022 auf 14,5 Millionen.

Preiselastizität schlägt Bequemlichkeit

Die Zahlungsdaten belegen, wie stark Konsumenten auf nationale Steuer- und Preisdifferenzen reagieren.

Für den heimischen Fiskus und Tankstellenbetreiber bedeutet dieser Grenzverkehr spürbare Ausfälle.

Das neue Dashboard liefert der Politik ein präzises Echtzeit-Barometer für regionale Kaufkraftabflüsse.

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