Nur 7 Prozent werden nach Ende der Selbstständigkeit arbeitslos
Bis Mitte 2026 sank die Zahl der Selbstständigen in den Niederlanden gegenüber Ende 2024 um rund 131.000 vom Höchststand von fast 1,3 Millionen. Laut der Niederländischen Zentralbank (DNB) vom 15. Oktober 2026 finden viele rasch neue Arbeit.
Neue Arbeit jenseits der Selbstständigkeit
Mehr als die Hälfte der ausgeschiedenen Selbstständigen findet innerhalb von drei Monaten wieder bezahlte Arbeit.
Rund ein Drittel wechselt in eine feste Stelle oder eine mit Aussicht auf einen unbefristeten Vertrag; ähnlich viele übernehmen flexible Beschäftigung.
Einige gründen Unternehmen mit Personal.
Nur 7 Prozent werden arbeitslos, vergleichbar mit früheren Jahren.
Fast die Hälfte derjenigen mit neuer Arbeit wechselt die Branche, besonders in Gesundheit und Soziales, Staat und Bildung sowie Handel, Verkehr und Gastgewerbe.
Knapp 40 Prozent arbeiten nach drei Monaten in einer anderen Berufskategorie.
Branchen- und Berufswechsel können teilweise auf Unterschieden bei der statistischen Zuordnung beruhen.
Mehr Kontrolle, ungeklärte Ursache
Erstmals nach über zwanzig Jahren nahezu stetigen Wachstums sinkt die Selbstständigenzahl: Weniger Menschen beginnen, mehr hören auf.
Mitte 2026 waren noch rund 12 Prozent der Erwerbstätigen hauptsächlich selbstständig.
Seit dem 1. Januar 2025 kontrolliert die Steuer- und Zollverwaltung wieder aktiv Scheinselbstständigkeit.
Ob dies den Rückgang hauptsächlich erklärt, lässt sich nicht bestimmen; Austrittsgründe fehlen.
Häufige Wechsel zeigt die DNB im Gesundheitswesen, Baugewerbe, bei Gebäudediensten und Unternehmensdienstleistungen, wo Scheinselbstständigkeit diskutiert wird.
Mobilität ist kein Wohlstandsnachweis
Der Rückgang der Selbstständigkeit bedeutet laut DNB nicht zwangsläufig weniger Flexibilität am Arbeitsmarkt.
Die Wechsel helfen Beschäftigten und Unternehmen, sich an Veränderungen anzupassen.
Ob Einkommen, Produktivität oder Arbeitsbedingungen nach dem Wechsel besser sind, zeigt die Untersuchung nicht.