Deckungsgrad niederländischer Pensionsfonds steigt auf 136,1 Prozent
Laut De Nederlandsche Bank (DNB) vom 27. Oktober 2026 stieg der Deckungsgrad noch nicht umgestellter Pensionsfonds im dritten Quartal auf 136,1 Prozent. Zum 30. September hatten 42 Fonds das neue System übernommen, nach 34 im Vorquartal.
Aktien, Zinsen und Lebenserwartung
Der durchschnittliche Deckungsgrad der Fonds unter dem bisherigen Finanzaufsichtsrahmen (FTK) erhöhte sich gegenüber dem zweiten Quartal 2026 um 4,7 Prozentpunkte.
Steigende Aktienkurse und höhere Zinsen trugen dazu bei.
Auch die neue Sterbetafel 2026 der niederländischen Aktuarvereinigung wirkte positiv: Sie korrigiert die Lebenserwartung nach unten.
Der Deckungsgrad setzt die Kapitalanlagen eines Fonds ins Verhältnis zu seinen Verpflichtungen und bildet damit dessen aktuelle Finanzlage ab.
Der aufsichtlich maßgebliche Deckungsgrad, der Durchschnitt der vergangenen zwölf Monate, stieg um 2,3 Prozentpunkte auf 130 Prozent, nach 127,7 Prozent im Vorquartal.
Beide Kennzahlen erfassen ausschließlich Fonds, die noch nicht ins neue System gewechselt sind.
Zwei Systeme teilen das Vermögen
Ende September verwalteten die Fonds insgesamt 1.630 Mrd. Euro.
Davon entfielen 566 Mrd. Euro auf bereits umgestellte Fonds nach dem Gesetz zur Zukunft der Pensionen (Wtp), 1.064 Mrd. Euro auf FTK-Fonds.
Das Vermögen umgestellter Fonds schließt abgegrenzte Sondervermögen aus.
Die Übertragung erworbener Ansprüche muss bis zum 1. Januar 2028 erfolgen.
Im Wtp-System leiten sich erwartete Rentenleistungen aus persönlichen Vermögen ab.
Anders als beim FTK lässt sich die Finanzlage deshalb nicht eindeutig durch einen einzigen Deckungsgrad abbilden.
Ein Deckungsgrad reicht nicht
Der höhere Deckungsgrad beschreibt nur den noch nicht umgestellten Teil des Systems.
Für Wtp-Fonds fehlt laut DNB bislang ein eindeutiger Einzelindikator der Finanzlage.
Welche Kennzahlen aussagekräftig und repräsentativ sind, soll mit mehr Erfahrung und zusätzlichen Daten klarer werden.