Deckungsgrad niederländischer Pensionskassen steigt auf 131,4 Prozent
DNB Press

Deckungsgrad niederländischer Pensionskassen steigt auf 131,4 Prozent

Im zweiten Quartal 2026 kletterte der durchschnittliche Deckungsgrad der nicht umgestellten niederländischen Pensionskassen auf 131,4 Prozent. Dies teilte die De Nederlandsche Bank mit.

Aktienrally treibt Deckungsquoten nach oben

Bis zum Stichtag 30. Juni 2026 haben 34 niederländische Pensionskassen auf das neue System umgestellt, nach 30 im Vorquartal.

Das gesamte verwaltete Vermögen aller Fonds belief sich auf 1.720 Milliarden Euro, wovon 1.131 Milliarden Euro auf noch nicht umgestellte Kassen entfallen.

Der durchschnittliche Deckungsgrad dieser FTK-Fonds kletterte im zweiten Quartal 2026 um 6,6 Prozentpunkte auf 131,4 Prozent.

Haupttreiber waren steigende Aktienkurse nach dem Einbruch infolge des Nahostkonflikts im Auftaktquartal.

Auch der politische Deckungsgrad, der den Zwölfmonatsdurchschnitt abbildet, verbesserte sich um 2,7 Prozentpunkte auf 127,7 Prozent.

Der harte Stichtag rückt näher

Der Übergang zum neuen niederländischen Pensionssystem läuft auf Hochtouren, wobei alle Fonds Zeit bis zum 1. Januar 2028 haben.

Während FTK-Fonds weiterhin ein traditionelles Deckungsverhältnis ausweisen, basieren Wtp-Schemata auf persönlichen Vermögenswerten.

Dadurch lässt sich die Finanzlage umgestellter Kassen nicht mehr über einen einzigen Indikator zusammenfassen.

Die De Nederlandsche Bank betont, dass mit zunehmender Erfahrung klarer wird, welche Kennzahlen künftig am aussagekräftigsten sind.

Statistischer Blindflug im Umbau

Die Aufteilung in zwei unterschiedliche Regimes erschwert derzeit die Marktübersicht erheblich.

Solange umgestellte Kassen keine einheitlichen Kennzahlen liefern, bleibt die Transparenz auf der Strecke.

Für Analysten wird der Sektor damit vorübergehend zu einer Blackbox.