Kernkapital kleinerer Banken sinkt im Krisenfall auf 21,9 Prozent
DNB Press

Kernkapital kleinerer Banken sinkt im Krisenfall auf 21,9 Prozent

Die niederländischen Less Significant Institutions bleiben auch unter schwerem wirtschaftlichem Stress widerstandsfähig. Im Drei-Jahres-Szenario der Notenbank sinkt die harte Kernkapitalquote der zwölf geprüften Institute von 25,6 auf 21,9 Prozent – weit über den regulatorischen Minima.

Hohe Kapitalpuffer federn Kreditausfälle ab

Im aufsichtlichen Stresstest der De Nederlandsche Bank (DNB) für 2026 verringert sich die harte Kernkapitalquote (CET1) im Krisenszenario um 3,7 Prozentpunkte.

Ausgehend von einem Niveau von 25,6 Prozent Ende 2025 sinkt die CET1-Quote bis Ende 2028 auf 21,9 Prozent.

Damit verbleibt die Kapitalausstattung der zwölf Institute deutlich über der gewichteten Gesamtkapitalanforderung von 16,2 Prozent.

Den größten negativen Einfluss haben prognostizierte Kreditverluste und steigende risikogewichtete Aktiva mit jeweils minus 2,3 Prozentpunkten.

Operationelle Risiken schlagen mit minus 0,7 Prozentpunkten zu Buche, während solide Nettoerträge den Einbruch um 1,6 Prozentpunkte abfedern.

Im Basisszenario legt die Quote auf 26,8 Prozent zu.

Härtetest mit drastischen Annahmen

Die Stichprobe umfasst zwölf der 21 kleineren niederländischen Banken und deckt 86 Prozent der gesamten LSI-Bilanzsumme ab.

Der Stresstest dient als Basis für die Festlegung der Säule-2-Empfehlung (P2G) im Rahmen des SREP-Verfahrens.

Das dreijährige Krisenszenario unterstellt einen kumulierten BIP-Rückgang in den Niederlanden von 6,3 Prozent, einen Preisanstieg von 9,8 Prozent sowie einen Zuwachs der Arbeitslosenquote um 6,9 Prozentpunkte.

Zudem brechen die Preise für Wohnimmobilien um 25,8 Prozent und für Gewerbeimmobilien um 28,5 Prozent ein.

Beruhigend auf dem Papier

Die üppigen Puffer verschaffen den kleineren Instituten ein bequemes Polster gegen schwere Schocks.

Doch der aggregierte Durchschnitt verdeckt erhebliche Anfälligkeiten einzelner Institute bei Gewerbeimmobilien.

Die DNB tut gut daran, bei fragilen Geschäftsmodellen trotz der Gesamtzahlen genau hinzusehen.

Quelle: Results of DNB’s LSI Supervisory Stress Test

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