Neue Regeln für Einlagensicherung und Kundenschutz
EBA Press

Neue Regeln für Einlagensicherung und Kundenschutz

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde hat vier öffentliche Konsultationen zur Reform der Einlagensicherung gestartet. Marktteilnehmer können bis zum 23. Oktober 2026 Stellungnahmen einreichen.

Vier Reformen für den Einlegerschutz

Die EBA hat vier Konsultationspapiere zur Umsetzung der überarbeiteten Einlagensicherungsrichtlinie vorgelegt.

Im Fokus stehen technische Standards für Einlegerinformationen, den Informationsaustausch zwischen Banken und Sicherungssystemen sowie den Schutz von Kundengeldern auf Intermediärkonten.

Ziel ist ein EU-weit harmonisiertes Schutzniveau und eine verbesserte Transparenz bei Bankenabwicklungen.

Zudem werden Vorgaben für die Veranlagung der von der Industrie eingezogenen Mittel neu geregelt.

Stellungnahmen zu allen vier Dokumenten können bis zum 23. Oktober 2026 eingereicht werden, ergänzt durch eine öffentliche Anhörung am 24. September 2026.

Über hundert operative Verbesserungen

Die Revision der Richtlinie setzt über hundert operative Empfehlungen um, die die EBA zwischen 2019 und 2021 erarbeitet hatte.

Damit reagiert der Gesetzgeber auf Erfahrungen aus vergangenen Krisen und stärkt das Mandat der nationalen Sicherungssysteme.

Insgesamt zwölf technische Standards und Leitlinien sind im Rahmen der Reform vorgesehen, wobei die heute veröffentlichten vier Dokumente den Auftakt bilden.

Der Härtetest für die Praxis

Die Standardisierung schließt wichtige Lücken im europäischen Krisenmanagement.

Ob die straffen Fristen und Detailvorgaben die Institute überfordern, hängt von der finalen Ausgestaltung ab.

Die EBA liefert hier den dringend benötigten rechtlichen Unterbau für eine echte Bankenunion.